Neuss/​Meerbusch: Rheinbahn-​Busflotte – Sauberkeit der Abgase wich­ti­ges Vergabekriterium – über 90 Prozent weni­ger NOx

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss, Meerbusch – Der Rheinbahn-​Aufsichtsrat hat am 20. Oktober grü­nes Licht für die Bestellung von 74 Niederflur-​Gelenkbussen gege­ben, mit der Option auf wei­tere 40 Fahrzeuge die­ses Typs. 

Damit beschleu­nigt das Unternehmen die Erneuerung sei­ner Fahrzeugflotte und trägt erheb­lich zur Verbesserung der Luftqualität bei. Die Rheinbahn ist bun­des­weit eines der ers­ten Unternehmen, das die Emissionswerte der Fahrzeuge als gewich­ti­gen Punkt mit in die Ausschreibungskriterien auf­ge­nom­men hat und die Werte im Realbetrieb vom TÜV nach­mes­sen las­sen wird.

Die Busse wer­den zur beschleu­nig­ten Erneuerung des Fahrzeugparks beschafft. Der Hersteller lie­fert ab kom­men­dem Sommer 74 Fahrzeuge, dar­un­ter auch einige für den Einsatz auf den neuen Metrobuslinien. Die ers­ten 40 Busse sind jedoch für den Einsatz auf der von Schadstoffen am stärks­ten belas­te­ten Corneliusstraße reserviert.

Generell sind alle neuen Busse für inner­städ­ti­sche Einsätze in Düsseldorf und in den Kommunen der Region vor­ge­se­hen. Optional ist die Lieferung von jeweils 20 Fahrzeugen in den Jahren 2019 und 2020.

Die Rheinbahn hat damit ihre Bestellzeiten vor­ge­zo­gen. Ursprünglich war die Beschaffung bis 2022 geplant. Die Fahrzeuge haben laut Hersteller noch bes­sere Abgaswerte als sie die Euro-​6- Norm vor­gibt. Damit wer­den Stickoxid-​Reduzierungen von über 90 Prozent gegen­über den heu­ti­gen Fahrzeugen erzielt!

Für den Komfort der Kunden war­ten die kli­ma­ti­sier­ten Busse mit USB-​Ladebuchsen auf, sie haben Ledersitze, ver­fü­gen über eine vierte Tür am Fahrzeugende sowie grö­ßere Monitore, die die nächs­ten Haltestellen sowie die ab dort erreich­ba­ren Anschlüsse in Echtzeit anzeigen.

Im Rahmen der Ausschreibung haben drei Hersteller ein Angebot abge­ge­ben. Die Ermittlung des wirt­schaft­lichs­ten Angebots erfolgte durch drei Hauptkriterien: Gesamtpreis des Fahrzeugs, Kraftstoffverbrauch und Betriebskosten sowie tech­ni­sche Anforderungen. Letztere ent­hal­ten Wertungen für den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) nach dem Messverfahren „PEMS, Portable Emission Measurement System“. Dieses Messverfahren ermög­licht die Erfassung von Daten mit mobi­lem Equipment.

Die Abgas-​Werte wer­den also im Realbetrieb nach­ge­mes­sen und auf Einhaltung der Grenzwerte kon­trol­liert. Verfahren und Bewertungskriterien sind mit dem Umweltamt abgestimmt.

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