Juso‐​Landeskonferenz 2017: Kreis‐​Jusos set­zen Akzente in der Klima‐ und Energiepolitik

Rhein-Kreis Neuss – Mit je zwei Delegierten und Gästen nahmen die Jusos bei der diesjährigen Landeskonferenz (LaKo) der NRW Jusos, dem „Landesparteitag“ der SPD-Nachwuchsorganisation teil.

„Auf der LaKo werden die politischen Positionen und Grundsätze beschlossen, die die Landes-Jusos dann gegenüber der SPD in Nordrhein-Westfalen vertreten“, erläutert Kreis-Vorsitzender Daniel Kober und unterstreicht die Wichtigkeit dieses jährlich wiederkehrenden Termins. In diesem Jahr haben sich die Jusos aus dem Rhein-Kreis Neuss insbesondere beim Thema Energiepolitik eingebracht.

Kober zum Braunkohleausstieg: „Alles vor 2050 führt zum Strukturbruch“

Im Politikfeld „Wirtschaft, Klima und Verkehr“ konnten die beiden Delegierten Sophia Beutner und Daniel Kober zahlreiche Änderungen im Antrag „Ein Ausrufezeichen für das Klima aus NRW“ einbringen. Dazu erklärt Daniel Kober: „Bei allen klima- und umweltpolitischen Zielen darf die soziale Komponente nicht vergessen werden – egal ob etwa beim Braunkohleausstieg oder im Wohnungsbau.“

Foto: Jusos

Dies haben die Kreis-Jusos im oben genannten Antrag konkretisieren können, wie Kober weiter ausführt: „Um 2050 herum endet die Braunkohle-Verstromung. Das haben SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen in der Leitentscheidung festgeschrieben und die aktuelle schwarz-gelbe Landesregierung stellt dies offenbar nicht in Frage. Die damit verbundene Planungssicherheit für das Rheinische Revier ist Grundlage für einen sozialverträglichen Ausstieg. Dieser muss mit Förderprogrammen aus Bund und Land, die die Ansiedlung von neuen Industrien und somit Arbeits- und Ausbildungsplätzen beinhalten, unterstützt werden.“

Der Kreisvorsitzende hofft mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin, dass „die Region auch die Zeit bekommt, die sie braucht. Alles vor 2050 führt zum Strukturbruch und infolge zu einer hohen Arbeitslosigkeit.“

Neuer Wohnraum: energieeffizient und zugleich bezahlbar

Zugleich muss das Soziale auch in puncto Wohnen berücksichtigt werden, wie Kober deutlich macht: „Wer mehr Energieeffizienz im Wohnungsbau fordert, muss zugleich die Bezahlbarkeit im Auge behalten. Hier dürfen wir nicht einseitig die Mieterinnen und Mieter belasten, sondern müssen solche Schritte mit staatlichen Investitionsanreizen unterstützen. Sonst verlieren wir in Zukunft weiteren bezahlbaren Wohnraum.“

Die Kreis-Jusos werden sich auch in Zukunft für eine gesunde Balance zwischen Klima- und Umweltschutz, sowie Soziales einsetzen.

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