Jüchen: Großübung der Freiwilligen Feuerwehr – Verkehrsunfall mit Linienbus

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Jüchen – Auch in diesem Jahr übte die Feuerwehr Jüchen wieder mit einem hohen Kräfteansatz, sowie Unterstützung des Rettungsdienstes die Zusammenarbeit unter dem Titel „Herbstübung".

Ziel einer solchen Großübung ist es die Arbeitsabläufe und Vorgehensweisen bei größeren Einsätzen zu simulieren, die Zusammenarbeit unter den Einheiten, mit dem Rettungsdienst und weiteren Institutionen zu stärken und in Nachbesprechung diese Arbeitsabläufe zu verbessern.

Start der Übung war am 28.10.2017 gegen 10:00 Uhr:

„Die Erstalarmierung lautete Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen in Hochneukirch auf der Straße „Zum Regiopark"", erläuterte Heinz-Dieter Abels, Leiter der Feuerwehr, die erste Alarmmeldung. „Neben der Angabe von Einsatzörtlichkeit auf den Meldeempfängern und einer unbekannten Anzahl von Verletzten, hatten die Einsatzkräfte keine weiteren Informationen". Nach dem Alarmeingang bei der Leitstelle wurden umgehend neben dem zuständigen Löschzug Hochneukirch, der Rüstzug aus Jüchen, der Einsatzleitwagen aus Gierath sowie der Führungsdienst zur Einsatzstelle entsandt.

Angenommene Lage bei dieser Übung war ein Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw und einem Linienbus mit mehreren verletzten und zum Teil eingeklemmten Personen. Umgehend veranlasste der diensthabende Führungsdienst B (bestellter Einsatzleiter) eine Alarmstufenerhöhung auf „Verkehrsunfall mit Bus", was eine Alarmierung des Führungsdienstes A (Leiter der Feuerwehr), sowie der Einheiten Kelzenberg und Waat zur Folge hatte. Im Einsatzverlauf wurden weiterhin die Einheit Gierath alarmiert.

Aufgrund von Befragungen erfuhren die ersteintreffenden Führungskräfte das Lagebild:

Durch einen Verkehrsunfall im Begegnungsverkehr kollidierten zwei Pkw frontal. Der folgende Linienbus, mit einer Schulklasse besetzt, konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr auf einen Pkw auf. Durch den Unfall wurden 12 Personen verletzt, wovon einer im Pkw und drei im Bus eingeklemmt wurden. Die übrigen 9 Verletzten irrten an der Einsatzstelle aufgrund der Verletzungen und Schock umher.

Die Führungskräfte erkannten die Lage richtig und entsandten direkt mehrere Trupps zur Menschenrettung. Die Einsatzstelle wurde durch den Führungsdienst in drei Abschnitte aufgeteilt.

  • Im ersten Abschnitt ging es um die Rettung der eingeklemmten Person im Pkw mittels hydraulischen Rettungsgeräten.
  • Im zweiten Abschnitt wurde die Personenrettung und Stabilisierung des Linienbusses durchgeführt. Hier kam auch das erst kürzlich mit dem neuen Rüstwagen beschaffte Abstützsystem „Paratech" aus den USA zum Einsatz.
  • Der dritte Abschnitt wurde gemeinsam mit den Rettungsdienstkräften des Malteser Hilfsdienstes Jüchen geführt. Hier musste eine große Anzahl von verletzten Personen gesichtet und notfallmedizinisch versorgt werden.

„Neben der Erprobung ob die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen funktioniert, legten wir heute ein weiteres Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit dem ebenfalls vor Ort befindlichen Einsatzleitwagen 2 des Rhein-Kreis Neuss als Unterstützung der Führungskommunikation an der Einsatzstelle", so Abels.

Nach rund 2 Stunden war die Großübung beendet, an welcher neben den Führungsdiensten A und B, dem Einsatzleitwagen und dem Rüstwagen der Gemeindefeuerwehr, ebenfalls alle Einheiten der Gemeindefeuerwehr (Jüchen, Gierath, Hochneukirch, Kelzenberg und Waat), sowie der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen und rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt waren.

Großes Lob und ein herzliches Dankeschön für die geleistete ehrenamtliche Arbeit seiner Feuerwehr gab es auch von Bürgermeister Harald Zillikens, der die Übung gespannt verfolgte. „Man sieht wie schlagkräftig eine gut ausgebildete und ausgerüstete Truppe sein kann. Ich bin stolz und voll des Lobes über meine Einsatzkräfte zum Wohle des Bürgers der Gemeinde Jüchen", so Zillikens.

 

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