Dormagen: DORV-​Präsentation – Bürger spre­chen sich für gemein­sa­men Dorfladen aus

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Dormagen-​Gohr – Nach vie­len Fehlversuchen in der Vergangenheit ist es für die Gohrer und Broicher die Chance, doch noch einen Lebensmittelladen wie­der direkt vor Ort zu erhalten: 

Rund 100 Bürger kamen jetzt zur Präsentation des „DORV-​Projekts“ ins Landgasthaus am Kirchplatz. Gemeinsam mit Christian Klems vom DORV-​Zentrum Jülich-​Barmen stellte die Stadtverwaltung hier die Idee zu einer alter­na­ti­ven Gemeinschaftslösung vor.

Die Abkürzung DORV steht für „Dienstleistung und Ortsnahe Rundumversorgung“. Träger eines DORV-​Zentrums kön­nen zum Beispiel eine Genossenschaft, ein Verein oder ein pri­va­ter Betreiber in enger Zusammenarbeit mit Bürgergemeinschaft sein. 

Für die Gohrer und Broicher brachte Klems dabei eine gute Nachricht mit: Seine Standortanalyse ergab, dass mit knapp 2200 Einwohnern in bei­den Ortsteilen und einer geschätz­ten Kaufkraft von etwa 2600 Euro pro Tag aus­rei­chend Bedarf für ein DORV-​Zentrum vor­han­den sei. Die Mindestgröße bezif­ferte Klems mit 120 Quadratmetern. Nachdem kei­ner der übli­chen Nahversorger bis­her Interesse an dem Standort zeigte, erläu­terte Klems ein Konzept, wie es trotz­dem klap­pen könnte. 

Foto: Stadt

Zu den wich­tigs­ten Voraussetzungen gehört, dass die Bürger vor Ort sich mög­lichst geschlos­sen hin­ter das DORV-​Zentrum stel­len und bereit sind, dort einen grö­ße­ren Teil ihrer Einkäufe zu erfül­len. Hilfreich ist die Kombination mit wei­te­ren Angeboten wie etwa Bankdienstleistungen, einem Apothekenservice oder sozia­len Treffpunkten wie einem Mittagstisch für Senioren. Dies erhöht die Frequenz in dem „Dorfladen“ und so genannte „Beikäufe“. Klems emp­fahl dar­über hin­aus einen Standort in Nähe der B 477, um von den dor­ti­gen Pendlern pro­fi­tie­ren zu können.

Das Interesse der Gohrer und Broicher an einer sol­chen Lösung ist offen­bar sehr groß“, freute sich Bürgermeister Erik Lierenfeld mit Blick auf die Zahl der anwe­sen­den Bürger. Und nicht nur das: Fast geschlos­sen spra­chen sich die Besucher in einer Schlussabstimmung auch dafür aus, die Pläne für ein DORV-​Zentrum wei­ter­zu­ver­fol­gen. Dafür plä­dier­ten in der Versammlung zahl­rei­che Teilnehmer wie Willi Feiser als Chef des Sportvereins und Stefan Maxeiner als Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Nievering“.

Der städ­ti­sche Fachbereich für Bürger- und Ratsangelegenheiten, der das DORV-​Projekt betreut, wird für den Stadtrat nun eine ent­spre­chende Beschlussvorlage anfertigen.

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