Rommerskirchen: Gemeinde setzt sich für Fachärzte ein

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Seit Jahren set­zen sich Bürgermeister Albert Glöckner a.D., Bürgermeister Dr. Martin Mertens und die Gemeindeverwaltung für die Verbesserung der medi­zi­ni­schen Versorgung in Rommerskirchen ein. 

Erfolge konn­ten hier ins­be­son­dere durch Belegsprechstunden von Fachärzten in den Räumlichkeiten des „Hauses der Gesundheit“ im Rathaus erzielt wer­den. Auch der Bau der Rettungswache stellt dafür einen ent­schei­den­den Beitrag dar.

Der Wunsch nach einem Kinder- und Jugendarzt sowie auch nach wei­te­ren Fachärzten war ges­tern erneut Thema im Rat. Fraktionsübergreifend besteht Einigkeit, dass die Niederlassung wei­te­rer Fachärzte für Rommerskirchen ein Gewinn wäre. Damit unter­stützt der Rat die inten­si­ven Tätigkeiten der Verwaltung in die­sem Bereich. Die Verwaltung berich­tete aus­führ­lich über die aktu­elle Versorgungssituation und den Stand der hierzu mit den zustän­di­gen Stellen geführ­ten Gespräche.

Zum Hintergrund: Die Niederlassung von Allgemeinmedizinern und Fachärzten wird durch die Kassenärztliche Vereinigung gere­gelt. Sie legt fest, wie viele Ärzte sich in einem bestimm­ten Plangebiet nie­der­las­sen dür­fen. Für die Niederlassung von all­ge­mei­nen Fachärzten, zu denen auch die Kinderärzte zäh­len, stellt der Rhein-​Kreis Neuss die­ses Plangebiet dar.

Eine detail­lierte Planung mit Bezug auf ein­zelne Kommunen bzw. ein Instrumentarium zur Verhinderung der Konzentration in bestimm­ten Kommunen des Planungsbereiches sei­tens der Kassenärztlichen Vereinigung besteht nicht. In gesperr­ten Planungsbereichen, zu denen der Rhein-​Kreis Neuss in Bezug auf die Versorgungssituation im Bereich der Kinderärzte mit einer Überversorgung von 144% gehört, ist eine Neu-​Niederlassung eines Kinderarztes dem­nach in Rommerskirchen sowie im gesam­ten Kreisgebiet grund­sätz­lich ausgeschlossen.

Die Verwaltung refe­rierte eben­falls die Möglichkeit einer soge­nann­ten Sonderbedarfszulassung, die nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung in Rommerskirchen auf­grund der guten Erreichbarkeit von Kinderärzten in den Nachbarkommunen der­zeit jedoch aus­ge­schlos­sen ist. Hierzu prüft die Verwaltung wei­tere Schritte. Der Rat schloss sich den Ausführungen der Verwaltung an und sagte die volle Unterstützung für wei­tere Gespräche mit den zustän­di­gen Stellen zu.

Aufgrund der von der Kassenärztlichen Vereinigung attes­tier­ten Versorgungssituation ist jedoch mit einem lan­gen und stei­ni­gen Weg zu rech­nen. Dem Vorschlag der FDP – Fachärzten Sonderzahlungen aus der Gemeindekasse zukom­men zu las­sen – konnte der Rat auf­grund von juris­ti­schen Gründen nicht fol­gen. In einer der kom­men­den Sozialausschuss-​Sitzungen wird dar­über hin­aus ein Facharzt über die gesund­heit­li­che Versorgung in der Gemeinde Rommerskirchen referieren.

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