Neuss: Vorwurf „gefährliche Körperverletzung“ – Staatsanwaltschaft wollte Ermittlungen einstellen – neue Zeugen

Neuss – Frank M., Chefredakteure des Neusser Werbeanzeigers, ist in der Vergangenheit von zahlreichen Zeugen/ Betroffenen diverser Tatvorwürfe beschuldigt worden. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte Ermittlungen aufgenommen.

In einem Fall, gefährliche Körperverletzung, hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Am 21.06.2017 berichtete Klartext-NE.de über folgendes: „Bedrohte Redaktionsleiter Stadt Kurier Neuss Interview Partner mit Elektroschocker?“

Zitat:

Der Redaktion liegen Unterlagen vor, denen zu entnehmen ist, dass Frank M. bei einem beruflichen Interview Termin als Chefredakteure des Stadt Kurier seine Gesprächspartner mit einem „Elektroschocker“ bedroht haben soll.

und

„Weiter äußerte sich Frank M. dahin gehend, so die Aussage der Betroffenen, dass er über die Personen negative Artikel im Anzeigenblatt Stadt Kurier schreiben würde, wenn sich diese Dritten gegenüber zu dem Vorfall äußern würden. Er sein schließlich der „Chefredakteur des Stadt Kurier Neuss„, ein Unternehmen in der Rheinischen Post Mediengruppe.“

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Diese Begebenheit wurde von Polizei/ Staatsanwaltschaft untersucht. Jetzt ging dem Opfer eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zu, welche sich inhaltlich so darstellt, dass diese Ermittlungen nicht weiter verfolgt würden: „Das Ermittlungsverfahren .. wird eingestellt.

Begründung: „Letztlich stehen sich daher Ihre Angaben und die Angaben des Beschuldigten unvereinbar gegenüber, wobei Ihrer belastenden Sachverhaltsschilderungen kein höherer Beweiswert beigemessen werden kann.

Bei dem Interview Termin waren seinerzeit vier Personen zugegen. Frank M. und sein Freund Sebastian R. sowie zwei weitere Personen, die Interviewpartner. Letztere berichteten von der Bedrohung und erstatteten Anzeige.

Die Staatsanwaltschaft beruft sich bei ihrer Entscheidung „Der Zeuge R. gab an, überhaupt nicht mitbekommen zu haben, dass durch den Beschuldigten ein Elektroschocker gezeigt oder eingesetzt worden sein.

Bei Sebastian R., einem Mitglied des Neusser Stadtrates, handelt es sich um einen sehr guten Freund von Frank M.. Selbiger trat schon in der Affäre bei einer Hilfsorganisation in Neuss in Erscheinung. Folgendes konnte zu dieser Thematik recherchiert werden:

Der seinerzeitige Stadtbeauftragter einer Hilfsorganisation in Neuss, Sebastian R., soll, lt. Protokoll und mehreren übereinstimmenden Zeugenaussagen, über die Vorgänge unterrichtet gewesen sein. Aus bisher unbekannten Gründen verfolgte er diese nicht. Im Jahr 2013 trat Sebastian R. von seinen Ämtern zurück.Link

Verschwieg Sebastian R. seinerzeit die Belästigungen und hat er, möglicherweise, auch in diesem Fall „geschwiegen“ oder etwas „vergessen“? Ein Freundschaftsdienst er unschönen Art?

Warum bewertete die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Aussage von zwei Betroffenen/ Zeugen niedriger als die eines offensichtlich „guten Freundes“ des Beschuldigten, der möglicherweise schon im Vorfeld Frank M. „zu decken“ versuchte?

Dramatisch werden die Vorgänge, wenn hinzukommt, dass Sebastian R., auf einer Busreise mit zahlreichen Zeugen, die Vorgänge beim Interview Termin mit Frank M. unverhohlen und frei erzählte. Hier soll sehr wohl der Einsatz eines Elektroschocker erwähnt worden sein.

Dies widerspricht seiner Aussage bei der Polizei und bestätigt die der Betroffenen. Letztere haben bei der Oberstaatsanwaltschaft Düsseldorf Beschwerde eingelegt und einen „neuen Sachvortrag“ (zahlreiche Zeugenaussagen) zur Wiedereröffnung der Ermittlungen vorgelegt.

Frank M. gab immer wieder an über sehr gute Kontakte zu verfügen. Bei weitergehenden Recherchen durch die Redaktion fanden sich Hinweise, dass ein Neusser Amtsrichter, vermutlich auch ein „Freund“ von Frank M., diesem widerrechtlich sensible Akten zur Einsicht überlassen haben könnte.

Reichen selbige auch in den Rheinische Post Medien Konzern? Informanten benannten, unabhängig voneinander, die „Akte M.“ welche im Konzern vorliegen soll. Inhaltlich bis in die Führungsspitze bekannt, so die Informationen.

Ein Inhalt soll eine Begebenheit aus der Vergangenheit sein. Es soll auch hier zu einer sexuellen Belästigung einer Mitarbeiterin von Frank M. gekommen sein. Nach vorliegenden Informationen kam es zu einer Gerichtsentscheidung. Die betroffene Frau soll bis heute im Verlagshaus tätig sein.

Nun stellt sich auch hier die Frage: Was wussten die Beteiligten über Vorgänge in der Vergangenheit und Gegenwart? Wurde Frank M. auch hier, von „guten Freunden“, gedeckt?

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