Neuss: SPD setzt sich erneut für Umgestaltung der Kanalstraße ein

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung wird sich in sei­ner Sitzung am 8. November erneut mit der Umgestaltung der Kanalstraße beschäf­ti­gen müssen.

Die SPD-​Fraktion hat die ursprüng­lich von der Verwaltung vor­ge­schla­gene „große Lösung“ bean­tragt. „Die Kanalsanierung ist eine ein­ma­lige Möglichkeit, hier einen wei­te­ren Baustein für eine fahrrad- und fuß­gän­ger­freund­li­che Stadt zu ver­wirk­li­chen“, sagt Sascha Karbowiak, der ver­kehrs­po­li­ti­sche Sprecher der SPD-Fraktion.

Die Verwaltung hatte ursprüng­lich vor­ge­schla­gen, die Kanalstraße für den Radverkehr in Gegenrichtung zu öff­nen und die Ampelanlagen in den Knotenpunkten Kanalstraße/​Erftstraße und Kanalstraße/​Breite Straße abzu­bauen und durch Fahrbahnanhebungen zu erset­zen. Die Fahrbahnanhebungen hät­ten dar­über hin­aus eine bar­rie­re­freie Querungsmöglichkeit für Fußgänger geschaf­fen. Auf Antrag von CDU und Grünen wurde diese klare Verbesserung für Fahrradfahrer und Fußgänger aller­dings wie­der ver­wor­fen. Lediglich der Öffnung für den Radverkehr in Gegenrichtung stimmte die schwarz-​grüne Koalition zu. Somit müss­ten nun neben dem Erhalt der bei­den Ampelanlagen zur Vermeidung von Unfällen zusätz­li­che Ampelanlagen für Radfahrer auf­ge­stellt werden.

Sascha Karbowiak mahnt, dass die Stadt Neuss sich mit der Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahr­rad­freund­li­cher Städte dafür aus­ge­spro­chen hat, den Radverkehr zu stär­ken. „Wir brau­chen wei­tere attrak­tive und bar­rie­re­freie Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer. CDU und Grüne ste­hen hier auf der Bremse“ sagt Karbowiak. Darüber hin­aus weist der 29-​Jährige auf die Einschätzung der Verwaltung hin: „Die bei­den Ampelanlagen sind bereits heute aus ver­kehrs­recht­li­cher Sicht nicht mehr not­wen­dig. Warum soll­ten wir also wei­tere errichten?“

Der pla­nungs­po­li­ti­sche Sprecher der SPD-​Fraktion Peter Ott hofft in der Ausschusssitzung ins­be­son­dere auf die Unterstützung der Grünen-​Fraktion: „Die Grünen haben sei­ner­zeit den Fahrrad-​Großmarkt im Hammfeld nur mit­ge­tra­gen, weil die CDU im Gegenzug ver­spro­chen hat die ‚große Lösung‘ für die Kanalstraße mitzutragen“.

In den fol­gen­den Sitzungen hat die CDU sich laut Ott „aber nicht mehr allzu gerne an diese Vereinbarung erin­nert“. Die SPD-​Fraktion hoffe aller­dings, dass die Grünen sich gegen die CDU durch­set­zen und somit eine wei­te­rer Baustein für eine fahrrad- und fuß­gän­ger­freund­li­che Stadt auf den Weg gebracht wer­den könnte.

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