Rhein-​Kreis Neuss: Neues Online-​Beschwerdeportal für Pflegemängel

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Rhein-​Kreis Neuss baut seine Online-​Dienste wei­ter aus. Nach der Heimfinder-​App und der Straßenverkehrsamt-​App hat die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit dem Kreissozialamt jetzt ein Hinweis- und Beschwerdeportal für den Bereich Pflegedienste eingerichtet.

Unter dem Link www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​b​e​s​c​h​w​e​r​d​e​p​o​r​t​a​l​-​p​f​l​ege kön­nen Bürger und Pflegekräfte Mitarbeiter des Sozialamtes auf Mängel und Probleme im Bereich der Heimpflege auf­merk­sam machen. Selbstverständlich sind diese Hinweise nicht für Dritte sicht­bar. Auch anonyme Hinweise auf Pflegemängel sind möglich.

Kreisdirektor Dirk Brügge (li.) und Marcus Mertens von der Heimaufsicht des Rhein-​Kreises Neuss stel­len das neue Beschwerdeportal für den Bereich Pflegedienste vor. Foto: L. Berns/​Rhein-​Kreis Neuss

Kreisdirektor Dirk Brügge weist dar­auf hin, dass der neue Service auf Anregung des Sozial- und Gesundheitsausschusses instal­liert wurde. „Wir haben die­sen Vorschlag schnell und unkom­pli­ziert umge­setzt“, freut sich Brügge. „Dieser neue Onlinedienst bie­tet einen direk­ten und unmit­tel­ba­ren Weg zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Heimaufsicht.“

Ganz gleich ob es um Hinweise zu Betreuungseinrichtungen der Altenpflege, der Kurzzeitpflege, sta­tio­nä­ren Hospizen oder Einrichtungen des Betreuten Wohnens geht – in jedem Fall kön­nen Bürger Probleme direkt dem Sozialamt schildern.

Mit einem Klick legen sie fest, ob sie Beschwerden zum Beispiel zur Wohnqualität oder zur Pflege und Betreuung haben, und schil­dern den Mangel.

Wie bis­her kön­nen Bürger der Heimaufsicht auch schrift­lich, tele­fo­nisch, per E‑Mail oder im per­sön­li­chen Gespräch Hinweise geben. Allein 72 Beschwerden sind auf die­sem Wege im Jahr 2016 bei Marcus Mertens, Leiter der Heimaufsicht, und sei­nem Team ein­ge­gan­gen. Die meis­ten Probleme gab es in den Bereichen Pflege und soziale Betreuung (32 Hinweise) sowie bei der per­so­nel­len Ausstattung (28 Hinweise).

Die Heimaufsicht führt in der Regel ein­mal pro Jahr Routinekontrollen in den mehr als 200 Einrichtungen durch. Mertens betont: „Wir gehen allen Hinweisen zeit­nah nach und ver­su­chen, in Zusammenarbeit mit den jewei­li­gen Einrichtungen eine Lösung zu fin­den. Wenn die Beratungsmaßnahmen nicht grei­fen, müs­sen wir ord­nungs­recht­li­che Maßnahmen ergreifen.“

(27 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)