Neuss: Konzept zur Gewinnung neuer Kräfte – Hilfsorganisationen brau­chen Nachwuchs

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Immer wie­der haben schwere Unfälle, Brände und Unwetterkatastrophen die Bundesrepublik erschüt­tert. Es sind nicht nur Ereignis mit erheb­li­chen Sachschäden, son­dern auch mit einer gro­ßen Anzahl von Verletzten oder Geschädigten. 

Heute haben es Katastrophenschützer auch mit den Folgen von Terroranschlägen, Amokläufen oder Cyber-​Angriffen, wie zuletzt im Neusser Lukaskrankenhaus, zu tun. Wie Bernd Ramakers, Vorsitzender des Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Rhein-​Kreis-​Neuss, berich­tet, hat der Bund 2016 ein neues Zivilschutz-​Konzept vor­ge­legt, das von Ländern, Kreisen und Kommunen umge­setzt wer­den muss.

Die Zuständigkeiten dabei sind geklärt. Der Rhein-​Kreis-​Neuss kann im Fall der Fälle auf die Feuerwehren und Hilfsorganisationen zurück­grei­fen, die die Manpower bereit­stel­len. Neben den haupt­amt­li­chen Kräften kämen eine Vielzahl aus­ge­bil­de­ter ehren­amt­li­cher Helferinnen und Helfer zum Einsatz. „Feuerwehren und Rettungsdienstorganisationen müs­sen stän­dig in der Lage sein, von einer Minute auf die andere eine große Menge Helfer zu mobi­li­sie­ren“, so Bernd Ramakers.

Allerdings, so Bernd Ramakers, kom­men die Hilfsorganisationen bald an ihre per­so­nel­len Belastungsgrenzen. Der Wegfall der Wehrpflicht und damit auch des Zivil- und Ersatzdienstes sorgt bei DRK, JUH und MHD für Nachwuchsprobleme. „Die Politik ist gefor­dert, die Rahmenbedingungen für die Mitwirkung der frei­wil­li­gen Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz zu schaffen.

Damit es auch in Zukunft eine aus­rei­chende Zahl an hel­fen­den Händen gibt, hat sich der Ausschuss in sei­ner letz­ten Sitzung auf Antrag der CDU aus­führ­lich mit der Nachwuchsgewinnung bei den Hilfsorganisationen befasst.“, ergänzt Ramakers. Während die Feuerwehren sich an einer eige­nen Landeskampagne betei­li­gen, wol­len die Hilfsorganisationen im Rhein-​Kreis-​Neuss einen ande­ren Wege gehen und haben nun ein gemein­sa­mes Konzept zur Nachwuchsgewinnung erar­bei­tet. Darin ver­spre­chen sich die Hilfsdienste ein nach­hal­ti­ge­res Ergebnis für den Katastrophenschutz durch eine gezielte Förderung im Bereich der Schulsanitätsdienste.

Mit inter­es­san­ten Angeboten möch­ten DRK, JUH und MHD aktiv auf die Schule und die Schülerinnen und Schüler zuge­hen und eine Brücke zwi­schen Schulsanitätsdienst und Hilfsorganisation schla­gen. „Es geht um die Zukunft des Ehrenamtes in den betei­lig­ten Organisationen”, stellt Bernd Ramakers klar. „Ehrenamtliche brau­chen unse­ren Dank, Respekt und unsere Unterstützung für das, was sie leisten“.

CDU-​Fraktionsvorsitzender Dieter W. Welsink fügt hinzu: „Wir haben erkannt, dass wir recht­zei­tig etwas tun müs­sen. Deshalb wer­den wir das Thema Nachwuchskampagne auf unse­rer Klausurtagung aus­führ­lich behandeln“.

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