A1-Rhein­brü­cke Lever­ku­sen: Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt gibt grü­nes Licht für Neu­bau


Klar​text​.NRW – Leipzig/​Düsseldorf (straßen.nrw). Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat heute, Mitt­woch (11.10.), die Kla­gen gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für den Neu­bau der Rhein­brü­cke Lever­ku­sen abge­wie­sen.

Damit ist der im Novem­ber 2016 von der Bezirks­re­gie­rung Köln erlas­sene Plan­fest­stel­lungs­be­schluss bestands­kräf­tig. Der Lan­des­be­trieb Stra­ßen­bau NRW wird daher umge­hend mit dem Bau begin­nen.

Inhalt des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses ist neben dem Neu­bau der Rhein­brü­cke der Aus­bau der A1 zwi­schen Köln-Niehl und dem Auto­bahn­kreuz Lever­ku­sen-West auf vier Fahr­strei­fen je Fahrt­rich­tung. Wei­ter­hin sind umfang­rei­che Umbau­ten in der Anschluss­stelle Niehl und dem Auto­bahn­kreuz Lever­ku­sen-West vor­ge­se­hen. Damit ver­bun­den sind auch Ein­griffe in die „Alt­ab­la­ge­rung Dhünnaue” in Lever­ku­sen. Straßen.NRW hat der Bezirks­re­gie­rung Köln als Plan­fest­stel­lungs­be­hörde für diese Ein­griffe ein umfang­rei­ches Sicher­heits­kon­zept vor­ge­legt.

NRW-Ver­kehrs­mi­nis­ter Hen­drik Wüst: „Das Urteil aus Leip­zig ist in Düs­sel­dorf als Start­schuss ange­kom­men. Jetzt läuft der Count­down für den ambi­tio­nier­ten Fahr­plan, die erste Hälfte der Brü­cke bis 2020 für den Ver­kehr fer­tig zu stel­len. Dann soll auch der Lkw-Ver­kehr auf der A1 wie­der über den Rhein fah­ren kön­nen. Wenn wir das schaf­fen, wird es eine erheb­li­che Ent­las­tung für die ganze Region geben. Ins­be­son­dere Hand­wer­ker, Lie­fe­ran­ten und Spe­di­tio­nen wer­den auf­at­men, wenn Sie keine Umwege mehr fah­ren müs­sen. Das Ver­kehrs­mi­nis­te­rium, Straßen.NRW und alle Betei­lig­ten legen sich jetzt ins Zeug, damit wir das schaf­fen.”

Gisela Walsken, Regie­rungs­prä­si­den­tin Bezirks­re­gie­rung Köln: „Mit dem Urteil besteht Rechts­si­cher­heit und der Bau der neuen Brü­cke kann nun schnellst­mög­lich begin­nen. Einer voll­stän­di­gen Sper­rung der stark maro­den Rhein­que­rung kön­nen wir somit noch zuvor­kom­men. Ein Total­aus­fall die­ses wich­ti­gen Bau­wer­kes im trans­eu­ro­päi­schen Ver­kehrs­netz hätte nicht nur erheb­li­che Fol­gen für den ört­li­chen und regio­na­len Ver­kehr und damit auch für die Wirt­schaft, son­dern auch für die Ver­kehrs­be­las­tung der inner­städ­ti­schen Stra­ßen in Lever­ku­sen und Köln. Das Gericht bestä­tigt zudem, dass wir die Sor­gen und Ängste der Men­schen in der Region ernst neh­men. Die im Plan­fest­stel­lungs­be­schluss getrof­fe­nen Vor­keh­run­gen für den Ein­griff in die Alt­ab­la­ge­rung Dhünnaue gewähr­leis­ten einen höchst mög­li­chen Schutz der direkt betrof­fe­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger.”

Elfriede Sauer­wein-Brak­siek, Direk­to­rin des Lan­des­be­trie­bes Stra­ßen­bau Nord­rhein-West­fa­len: „Das Urteil ist für mich eine Bestä­ti­gung der guten vor­be­rei­ten­den Arbeit unse­rer Pla­ner. Ich freue mich, dass wir jetzt Rechts­si­cher­heit haben und schnell mit den Arbei­ten begin­nen kön­nen.”

Wie geht´s jetzt wei­ter?
Der Lan­des­be­trieb Stra­ßen­bau NRW, der für den Neu­bau der Rhein­brü­cke zustän­dig ist, hat in den letz­ten Mona­ten bereits vor­be­rei­tende Maß­nah­men wie Lei­tungs­ver­le­gun­gen aus­füh­ren las­sen, damit der avi­sierte Zeit­plan (siehe unten) ein­ge­hal­ten wer­den kann. Das Ziel: Ende 2020 ist der erste Teil der neuen Rhein­que­rung fer­tig und kann bereits den Ver­kehr inklu­sive aller Fahr­zeuge, die schwe­rer als 3,5 Ton­nen sind und damit wie­der LKW, auf­neh­men.

  • Auf­trags­er­tei­lung für die Bau­lose noch in die­sem Jahr
  • Ab Novem­ber 2017 Erd­ar­bei­ten links­rhei­nisch
  • Ab Novem­ber 2017 Bau eines Regen­rück­hal­te­be­ckens unter der Fahr­bahn der A59 im Auto­bahn­kreuz Lever­ku­sen-West
  • Ab Früh­jahr 2018 umfang­rei­che Arbei­ten für den Umbau des Auto­bahn­kreu­zes Lever­ku­sen-West.
  • Zeit­gleich Bau­be­ginn der eigent­li­chen Rhein­que­rung und Beginn mit dem Umbau der Anschluss­stelle Köln-Niehl.
  • Ende 2020 Fer­tig­stel­lung und Ver­kehrs­frei­gabe der ers­ten Hälfte der neuen Rhein­brü­cke. Die
  • Umbau­ar­bei­ten in Niehl und dem Auto­bahn­kreuz Lever­ku­sen-West sind abge­schlos­sen.
  • Im Anschluss Abbruch der heu­ti­gen Rhein­brü­cke und Bau der zwei­ten neuen Rhein­brü­cke
  • Bis Ende 2023 Fer­tig­stel­lung der zwei­ten neuen Rhein­brü­cke.

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