Korschenbroich: Richtigstellung auf Falschmeldung – Artikel „SPD for­dert eine Kreiswohnungsgesellschaft”

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – In der heu­ti­gen Ausgabe, Dienstag den 10.10.2017, der loka­len Tageszeitung erschien ein Artikel „SPD for­dert eine Kreiswohnungsgesellschaft”. 

Die SPD Kreistagsfraktion Rhein Kreis Neusss über­sandte der Redaktion Klartext​-NE​.de eine Richtigstellung des stellv. Fraktionsvorsitzenden und woh­nungs­po­li­ti­schen Sprechers Udo Bartsch. Zu kei­nem Zeitpunkt for­der­ten die SPD noch Herr Bartsch eine Kreiswohnungsgesellschaft.

Folgend der Text:

Sehr geehrte Frau Wiedner-Runo,

bezüg­lich Ihres Artikels im Lokalteil Korschenbroich der NGZ vom 10. Oktober 2017 mit der Überschrift „SPD for­dert eine Kreiswohnungsgesellschaft” ist anzu­mer­ken, dass die SPD Korschenbroich, und auch ich per­sön­lich, zu kei­nem Zeitpunkt eine Kreiswohnungsgesellschaft gefor­dert haben.

Dies ist immer noch Gegenstand von Beratungen, wie die Herausforderungen bezüg­lich bezahl­ba­ren und öffent­lich geför­der­ten am wir­kungs­volls­ten gelöst wer­den können.

Intensive Beratungen hierzu erfol­gen in den anste­hen­den Haushaltsberatungen sowohl zum Haushalt der Stadt Korschenbroich als auch des Rhein-​Kreises Neuss.

Die durch den Rhein-​Kreis Neuss beauf­tragte Wohnungsbedarfsanalyse durch das Institut InWIS bestä­tigt die Haltung der SPD-​Kreistagsfraktion für ein breit ange­leg­tes „Bündnis für Wohnen” im Rhein-​Kreis Neuss, wel­ches von der SPD bereits zum Beginn des Jahres 2016 gefor­dert wurde.

Die SPD hat seit lan­gem die Ausweitung des öffent­lich geför­der­ten Wohnungsbaus im Kreis gefor­dert, um kos­ten­güns­ti­gen und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Wohnraum, ins­be­son­dere für junge Familien, Alleinerziehende, Menschen mit gerin­gem Einkommen und von Altersarmut betrof­fe­ner Menschen zu schaf­fen – aber auch für die Menschen, die vor Krieg und Gewalt zu uns geflüch­tet sind. Deutlich wach­sen wird auch der Bedarf an alters­ge­rech­ten, bar­rie­re­freien Wohnformen.

Aus die­sem Grund hat die SPD bereits im letz­ten Jahr ein „Bündnis für Wohnen” vor­ge­schla­gen. Dieser Vorschlag wird durch die nun vor­lie­gende Wohnungsbedarfsanalyse des Instituts InWIS eben­falls empfohlen.

Als ers­ten Schritt müs­sen alle Akteure der Wohnungsmärkte im Rhein-​Kreis Neuss ihre Möglichkeiten und Kapazitäten prü­fen, um den Bedarf an bezahl­ba­ren und öffent­lich geför­der­ten Wohnraum zu decken. Dem Bündnis soll­ten Vertreter der rele­van­ten Fachstellen der Städte und Gemeinden des Kreises und die Akteure der Wohnungsmärkte – wie die ört­li­che Wohnungswirtschaft, aber auch Finanzierungsinstitute, Interessensvertreter der Mieter, pri­vate Eigentümer und ins­be­son­dere auch der Sozialverbände angehören.

Seitens der Städte und Gemeinden muss hier­bei ein wesent­li­cher Schwerpunkt auf der Mobilisierung von erfor­der­li­chen Baugrundstücken liegen.

Zur Unterstützung von Wohnungsmarktakteuren beim Grundstückserwerb und der Umsetzung von Projekten wird emp­foh­len, auf Kreisebene einen „Wohnungsbaukoordinator” ein­zu­set­zen, der dafür ver­ant­wort­lich ist, dass die im „Bündnis für Wohnen” ver­ein­bar­ten Ziele umge­setzt werden.

Aufgabe der Wirtschaftsförderung des Kreises und der Städte und Gemeinden muss es nach Ansicht der SPD ver­stärkt sein, Investitionsanreize für Investoren im Rhein-​Kreis Neuss zu schaf­fen und für den Wohnungsbau im Rhein-​Kreis Neuss zu werben.

Bevor man wei­ter­hin die Gründung einer Kreiswohnungsgesellschaft for­dert, sollte unbe­dingt beach­tet wer­den, dass der Kreis in eine sol­che Gesellschaft weder Baugrundstücke noch das erfor­der­li­che Knowhow und auch nicht das erfor­der­li­che Kapital ein­brin­gen kann.

Da der Kreis der­zeit genug finan­zi­elle Probleme mit Unternehmensbeteiligungen hat, sollte zunächst eine Kooperation mit sozi­al­ori­en­tier­ten Wohnungsunternehmen im Kreis geprüft werden.

Die SPD sieht die Einrichtung des „Bündnisses für Wohnen” und die Einsetzung eines „Wohnungsbaukoordinators” auf Kreisebene als einen ers­ten Schritt, die in der Wohnungsbedarfsanalyse gemach­ten Empfehlungen umzusetzen.

Die Überschrift zu Ihrem Artikel ent­spricht so lei­der nicht den Tatsachen und war auch nicht Inhalt unse­rer Pressemitteilung. Ich würde mich über eine Klarstellung auf der Grundlage die­ses Schreibens sehr freuen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freund­li­chen Grüßen

Udo Bartsch

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