Ak­tu­el­ler Hin­weis Rufnummern­missbrauch – Maßnahmen zu sog. Ping-Anrufen

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Aktuell hat die Bundesnetzagentur meh­rere Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote zu Rufnummern der Elfenbeinküste (00225) Tunesien (00216), Seychellen (00248) und Serbien (00381) sowie zu Rufnummern für Globale Mobile Satellitensysteme (0088) erlassen. 

Weitere Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote sind in Vorbereitung. Aktuell gehen ins­be­son­dere Beschwerden zu Rufnummern aus Tunesien (Vorwahl +216 bzw. 00216) und Burundi (Vorwahl +257 bzw. 00257) ein. Zu wel­chen Rufnummern in die­sem Zusammenhang bereits Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote ergan­gen sind, kann in der Maßnahmenliste der Bundesnetzagentur im Internet unter http://​www​.bun​des​netz​agen​tur​.de/​M​a​s​s​n​a​h​m​e​n​l​i​ste ein­ge­se­hen werden.

Durch sog. Ping-​Anrufe soll ein kos­ten­pflich­ti­ger Rückruf pro­vo­ziert wer­den. Ein Rückruf die­ser Nummern ist oft mit hohen Kosten ver­bun­den, teil­weise in Höhe von meh­re­ren Euro pro Minute. Verbraucher, die sich bei der Bundesnetzagentur beschwert haben, gaben an, dass sie bei einem Rückruf häu­fig Bandansagen hör­ten (ver­meint­li­che Gewinnspiele, ero­ti­sche Inhalte, angeb­li­cher inter­na­tio­na­ler Zustelldienst, aus­län­di­sche Ansagen).

Das Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung bedeu­tet, dass den betrof­fe­nen Verbrauchern die Kosten, die für Verbindungen zu die­sen Rufnummern ent­stan­den sind, nicht mehr in Rechnung gestellt wer­den dür­fen. Falls Verbraucher bereits Rechnungen erhal­ten haben, greift zugleich das Verbot der Inkassierung; die Forderungen dür­fen nicht mehr bei­ge­trie­ben wer­den. Diese Maßnahmen der Bundesnetzagentur grei­fen jedoch nicht unmit­tel­bar, wenn der Verbraucher die Rechnung bereits bezahlt hat. In die­sen Fällen soll­ten betrof­fene Verbraucher den­noch ver­su­chen, das Geld gege­be­nen­falls mit Unterstützung der Verbraucherzentralen zurück­zu­for­dern. Die Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes ermög­li­chen es der Bundesnetzagentur nicht, Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer zivil­recht­li­chen Ansprüche zu unterstützen.

Die Bundesnetzagentur rät Verbrauchern davon ab, ent­spre­chende Rufnummern zurück­zu­ru­fen, wenn kein Anruf aus den ent­spre­chen­den Ländern erwar­tet wird.

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