Neuss: Polizeiliche Ermittlungen – 11-​jähriger lebens­ge­fähr­lich ver­letzt – Festnahme und Untersuchungshaft

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss. Wir berich­te­ten mit unse­rer Pressemitteilung vom 06.10.2017 über einen 11-​Jährigen, der am Donnerstag (5.10.) in einer Neusser Wohnung mit lebens­ge­fähr­li­chen Verletzungen auf­ge­fun­den wor­den war. 

Nach erfolg­ter Reanimation war er in ein Krankenhaus gebracht wor­den. Der Gesundheitszustand des Jungen ist nach Auskunft der behan­deln­den Ärzte unver­än­dert. Noch am Donnerstag (5.10.) hatte die Polizei eine Ermittlungskommission ein­ge­rich­tet. Einen kon­kre­ten Tatverdacht gab es zunächst nicht. Die Mitglieder der Kommission haben in den letz­ten Tagen unter ande­rem zahl­rei­che Zeugen befragt, die in jüngs­ter Vergangenheit Kontakt zu dem Kind hatten.

Aufgrund der Ermittlungsergebnisse ergab sich am Samstagabend (7.10.) ein Tatverdacht gegen ein Familienmitglied. Ermittler der Kommission nah­men einen 41-​jährigen Onkel des Opfers vor­läu­fig fest. In sei­ner Vernehmung ist er gestän­dig, dem Jungen die Verletzungen zuge­fügt zu haben, die den lebens­be­droh­li­chen Zustand her­vor­ge­ru­fen haben.

Der Verdächtige ist am Sonntag (8.10.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf bei der zustän­di­gen Haftrichterin des Amtsgerichtes Neuss vor­ge­führt wor­den. Die Richterin erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der gefähr­li­chen Körperverletzung sowie ver­such­ten Verdeckungsmordes.

Zu Beginn der Ermittlungen am Donnerstag hatte der Onkel aus­ge­sagt, dass der 11-​Jährige in der Schule und auf einem Spielplatz in kör­per­li­che Auseinandersetzungen ver­wi­ckelt gewe­sen sei. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei schlie­ßen nach der­zei­ti­gem Stand aus, dass dem Jungen in der Schule oder auf einem Spielplatz schwer­wie­gende Verletzungen zuge­fügt wurden.

Insgesamt ist bei dem sich bie­ten­den Verletzungsbild von Gewalttaten in der Wohnung aus­zu­ge­hen. Zum Motiv kön­nen zum jet­zi­gen Zeitpunkt keine Angaben gemacht wer­den. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dau­ern an.

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