Neuss: CDU und SPD – Übereinkunft zum Thema Jahnstadion

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Neuss – Die Neusser SPD begrüßt den Meinungswandel der Neusser CDU. Die hat sich in ihrem Sportkonzept dafür ausgesprochen, das Jahnstadion im Jahr 2018 und die Bezirkssportanlage Reuschenberg im Jahr 2019 mit einem Kunstrasenplatz zu versehen.

„Wir setzen uns als SPD schon seit vielen Jahren für Verbesserungen im Jahnstadion ein, sind mit unseren Initiativen in der Vergangenheit allerdings immer am Widerstand der CDU gescheitert“, sagt Sascha Karbowiak, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Ich bin froh, dass die CDU hier endlich der Errichtung eines Kunstrasenplatzes zustimmt.“

Der SPD-Stadtverordnete Dietmar Dahmen begrüßt, dass auch Reuschenberg einen Kunstrasenplatz bekommen soll. „Der TUS Reuschenberg hat eine sehr gute Jugendarbeit. Das sollten wir unterstützten“, sagt Dahmen. Über die Kunstrasenplätze hinaus bezeichnet Dahmen das CDU-Sportkonzept als „mutlos“. „Die Maßnahmen entsprechen im Großen und Ganzen dem IKPS-Abschlussbericht zur Sportentwicklungsplanung und sind sehr unkonkret“, sagt Dahmen. Beim Thema Zukunft der Rennbahn drücke sich die CDU etwa um eine klare Positionierung. Die SPD habe ein eigenes deutlich konkreteres Konzeptpapier erarbeitet. Dies soll am Wochenende auf der Klausurtagung der Stadtratsfraktion diskutiert und verabschiedet werden.

Die SPD setzt sich schon seit langem für die Einrichtung von Kunstrasenplätzen ein. Vor allem eine Investition in die Bezirkssportanlage Gnadental und in das Jahnstadion war ein Kernanliegen der Sozialdemokraten. Dem von der CDU eingebrachten Umbau des von-Waldhausen-Stadions in Norf hatte die SPD zugestimmt, in der Erwartung, dass die CDU dafür bald auch einem Kunstrasenplatz für das Jahnstadion zustimmt. Das war dann aber nicht passiert. So hatte sich die SPD bereits in der Arbeitsgruppe Sportentwicklung klar für das Jahnstadion als innenstadtnahen Standort für einen Kunstrasenplatz ausgesprochen. Dies wurde bislang allerdings von weiten Teilen der CDU verhindert.

Sascha Karbowiak begrüßt daher, dass die CDU auch weitere Entwicklungsperspektiven im Jahnstadion nicht mehr kategorisch ausschließt. „Wir haben bereits im März beantragt, dass ein langfristig angelegtes Konzept zur Weiterentwicklung des Jahnstadions erarbeitet werden soll. Leider ist der Antrag seinerzeit aufgrund der Diskussionen innerhalb der CDU-Fraktion zunächst einmal vertagt worden“, erläutert Karbowiak. „Aus diesem Grund werden wir natürlich bei passender Gelegenheit an unseren Antrag erinnern – zunächst einmal freue ich mich allerdings, dass sich unser Einsatz in Sachen Jahnstadion endlich ausgezahlt hat“, fasst Karbowiak zusammen.

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