Rhein-​Kreis Neuss: Gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle geplant

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Spitzen aller Städte und Gemeinden im Rhein-​Kreis Neuss befür­wor­ten eine gemein­same Adoptionsvermittlungsstelle. 

Das wurde jetzt im Kreisjugendhilfeausschuss deut­lich, der im Katholischen Jugendzentrum St. Andreas in Korschenbroich tagte. „Die all­ge­meine bun­des­weite Entwicklung im Bereich der Adoptionen macht sich auch im Rhein-​Kreis Neuss mit einer Abnahme der Fall- und Bearbeitungszahlen bemerk­bar“, so Marion Klein, die Leiterin des Kreisjugendamtes. Diese Tendenz erfor­dere eine per­so­nelle Anpassung an den gerin­ger wer­den­den Aufwand.

Die bis­he­rige Adoptionsvermittlungsstelle der Städte Neuss und Dormagen umfasst etwa die glei­che Einwohnerzahl wie die gemein­same Adoptionsvermittlungsstelle des Rhein-​Kreises Neuss für Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen mit den Städten Grevenbroich, Kaarst und Meerbusch. Auch per­so­nell sind beide Einrichtungen gleich aus­ge­stat­tet. Bei der Stadt Neuss gibt es 1,12 Vollzeitstellen, beim Kreis 1,08. Mit der Stadt Neuss sind daher Gespräche mit dem Ziel geführt wor­den, eine Adoptionsvermittlungsstelle für den gesam­ten Kreis ein­zu­rich­ten. Angesiedelt wer­den soll sie beim städ­ti­schen Jugendamt.

Mit der Zusammenlegung kön­nen aus Sicht des Kreisjugendamtes deut­li­che Synergieeffekte erzielt wer­den, ohne dass sich dies nega­tiv auf die Qualität der Arbeit aus­wir­ken würde. „Werden die noch genauer zu bezif­fern­den Stellen auf drei Fachkräfte auf­ge­teilt, sind ein kol­le­gia­ler und fach­li­cher Austausch sowie eine hin­rei­chende Vertretung und Erreichbarkeit wesent­lich bes­ser gewähr­leis­tet“, so Klein. Eine zen­trale Anlaufstelle sei zudem bür­ger­freund­li­cher und ermög­li­che eine ein­heit­li­che und effek­tive Arbeit.

Wie viele andere Bereiche der Jugendhilfe ist die Adoptionsvermittlung gesell­schaft­li­chen Entwicklungen unter­wor­fen. Die Verhütung von Schwangerschaften, die Akzeptanz und Unterstützung von allein­er­zie­hen­den Müttern und Vätern, die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin zur Erfüllung eines Kinderwunschs, die erzie­he­ri­schen Angebote der Jugendhilfe sowie ver­än­derte Lebens- und Arbeitswelten haben zur Folge, dass die Zahl der in Deutschland aus­ge­spro­che­nen Adoptionen abge­nom­men hat. Für das Jahr 2015 weist das Statistische Bundesamt deutsch­land­weit 3812 Adoptionen aus. Im Jahr 2000 gab es dage­gen noch 6373. Die Zahl der Adoptionsbewerber ist im glei­chen Zeitraum um mehr als 50 Prozent zurückgegangen.

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