Grevenbroich: Nach prak­ti­schem Betrieb – Bürgermeister hält Tempo-​30-​Zonen für modifikationswürdig

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Bürgermeister Klaus Krützen hält die vom Bauausschuss getrof­fe­nen Maßnahmen zur Einführung von Tempo-​30-​Zonen im Bereich von Kindertagesstätten, Schulen und Senioreneinrichtungen nach einer ers­ten Phase im prak­ti­schen Betrieb für modifikationswürdig. 

Insbesondere zahl­rei­che Rückmeldungen aus der Bürgerschaft ver­an­las­sen zu die­sem Schritt. Er hält es daher für gerecht­fer­tigt, auf­grund der gege­be­nen Hinweise kurz­fris­tig zu reagie­ren und sieht hierin eine Dringlichkeit für eine Beschlussfassung in der heu­ti­gen Ratssitzung. Der Bauausschuss wird sich in der Sitzung am 30.11.2017 erneut mit der Thematik befassen.

Folgende drei Maßnahmen sol­len ergrif­fen und vom Rat beschlos­sen werden:

1. Die ursprüng­li­che Beschlussfassung im BauA sieht vor, dass auch die Unterführung im Bereich des Erasmus-​Gymnasiums von der Geschwindigkeitsreduzierung erfasst wird. Eine Modifizierung dahin­ge­hend, die Unterführung aus der Geschwindigkeitsreduzierung her­aus­zu­neh­men, scheint des­we­gen gerecht­fer­tigt, da der vom Schutzbereich der neuen gesetz­li­chen Regelung erfasste Personenkreis – hier: Schülerinnen und Schüler, wei­tere Angehörige sowie sons­tige Besucherinnen und Besucher der Schule – die Unterführung als Fußgänger oder Radfahrer nicht nut­zen dürfen.

2. Die Geschwindigkeitsreduzierung auf der Rheydter Straße gilt bis­lang über die Kreuzung Jülicher Straße/​Düsseldorfer Straße hin­aus bis zum Einmündungsbereich der Straße Im Buschfeld. Hiermit ist bis­lang die inte­gra­tive Kindertagesstätte in den Schutzbereich der Temporeduzierung mit auf­ge­nom­men. Die Praxis zeigt, dass diese Regelung des­we­gen nicht akzep­tiert wird, weil die inte­gra­tive Kindertagesstätte nicht unmit­tel­bar über die Rheydter Straße, son­dern über die umlie­gen­den Straßen, ins­be­son­dere die Straße Im Buschfeld, erreicht wird. Die Verwaltung schlägt daher vor, die Tempo-​30-​Zone stadt­aus­wärts vor der Kreuzung Jülicher Straße/​Düsseldorfer Straße enden zu las­sen bzw. stadt­ein­wärts dort erst begin­nen zu lassen.

3. Der Verwaltung lie­gen Hinweise vor, nach denen eine Akzeptanz geschwin­dig­keits­re­du­zie­ren­der Maßnahmen ins­be­son­dere dann infrage gestellt wird, wenn diese vor Kindertagestagesstätten und Schulen außer­halb der dor­ti­gen Betriebszeiten lie­gen. Die Verwaltung wird bei ent­spre­chen­der Beschlussfassung prü­fen, ob an bereits beschlos­se­nen und zukünf­tig infrage kom­men­den Straßenzügen eine tem­po­räre Geschwindigkeitsreduzierung (ca. 08.00 – 16.00 Uhr, in der Regel werk­tags) infrage kom­men kann. Dies wird in Abwägung zu den übri­gen schutz­wür­di­gen Einrichtungen (z.B. Senioreneinrichtungen, Einrichtungen der sons­ti­gen Jugendhilfe) erfol­gen. Die Verwaltung wird die Prüfergebnisse dem BauA zu sei­ner nächs­ten Sitzung vorlegen.

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