Kor­schen­broich: Fahr­route für den Stra­ßen­win­ter­dienst ver­kürzt – Anwoh­ner müs­sen auch Stra­ßen abs­treuen


Kor­schen­broich – Ab dem kom­men­den Win­ter wird die Fahr­route für den Stra­ßen­win­ter­dienst im Stadt­ge­biet geän­dert. Das haben die Mit­glie­der des Gemein­sa­men Betriebs­aus­schus­ses für die Eigen­be­triebe der Stadt jetzt ein­stim­mig beschlos­sen. 

Dem­nach wird die Fahr­route um 18 Kilo­me­ter ver­kürzt – von bis­her rund 73 auf 55 Kilo­me­ter. „Durch die Redu­zie­rung des Auf­wan­des wer­den auch die Ver­brauchs­kos­ten für Salz und Ben­zin sin­ken“, erklärt der Tech­ni­sche Betriebs­lei­ter des Städ­ti­schen Eigen­be­trie­bes Stadt­pflege, Tho­mas Kochs.

Der Stadt­pflege-Betrieb führt den Win­ter­dienst aus. Ledig­lich einige Stre­cken­ki­lo­me­ter im Stadt­ge­biet wer­den bis­her vom Rhein-Kreis Neuss über­nom­men. Künf­tig sol­len zudem Gesprä­che mit dem Kreis und Straßen.NRW über die Über­nahme bestimm­ter Win­ter­dienst­stre­cken geführt wer­den. Hier­durch könn­ten die Fahr­wege für die Stadt­pflege opti­miert wer­den.

Zwei Gründe nennt Kochs für die jetzt beschlos­sene Rou­ten-Anpas­sung: „Zum einen hat­ten wir vom Haupt­aus­schuss den Auf­trag erhal­ten zu prü­fen, wel­che Stra­ßen, die von der Stadt­pflege gerei­nigt und im Zuge des Win­ter­diens­tes berück­sich­tigt wer­den, keine Orts­durch­fahr­ten sind.“ Die Grund­lage für den Win­ter­dienst ist die Stra­ßen­rei­ni­gungs­sat­zung.

Ein Streu­fahr­zeug muss ersetzt wer­den

Zum ande­ren müsse eines der bei­den Streu­fahr­zeuge, die für den Win­ter­dienst ein­ge­setzt wer­den, drin­gend ersetzt wer­den, so Kochs. Das soll durch die Anschaf­fung eines so genann­ten „Kom­mu­nal-Fahr­zeu­ges“ gesche­hen. Es kann – anders als das bis­he­rige Streu­fahr­zeug, das aus­schließ­lich für den Win­ter­dienst ein­ge­setzt wer­den konnte – ganz­jäh­rig auch für andere Tätig­kei­ten ver­wen­det wer­den: etwa für das Sau­gen von Laub auf den Fried­hofs­we­gen, die Bewäs­se­rung der Grün­an­la­gen oder für den Trans­port von Mate­rial wie Sand für Spiel­plätze. Weil aber das künf­tige Fahr­zeug eine gerin­gere Lade­ka­pa­zi­tät hat als das bis­he­rige Streu­fahr­zeug muss­ten die bestehen­den Rou­ten über­prüft wer­den.

Die wesent­li­chen Ände­run­gen fasst der Tech­ni­sche Betriebs­lei­ter zusam­men: „Der Win­ter­dienst erfolgt nun ein­heit­lich gemäß der Stra­ßen­rei­ni­gungs­sat­zung auf den Orts­durch­fahr­ten der klas­si­fi­zier­ten Stra­ßen, auf Stra­ßen mit hoher inner­ört­li­cher Bedeu­tung und auf Stre­cken mit Lini­en­bus-Ver­kehr.

Stre­cken, die keine ver­kehrs­wich­ti­gen und gefähr­li­chen Stra­ßen sind, haben wir aus dem Win­ter­dienst­plan her­aus­ge­nom­men.“

Sat­zung über die Stra­ßen­rei­ni­gung (Aus­zug)

Kate­go­rie B

Hierzu gehö­ren fol­gende klas­si­fi­zierte Stra­ßen und sons­tige Stra­ßen inner­halb der Stadt Kor­schen­broich:

Umfang der Rei­ni­gungs­pflicht
Die Rei­ni­gungs­pflicht umfasst die Rei­ni­gung der Geh­wege.

Kate­go­rie A
Hierzu gehö­ren alle Stra­ßen inner­halb der Stadt Kor­schen­broich mit Aus­nahme der unter B genann­ten Stra­ßen, jedoch nur in den Teil­be­rei­chen, in denen sie klas­si­fi­ziert sind.

Umfang der Rei­ni­gungs­pflicht
Die Rei­ni­gungs­pflicht umfasst die Rei­ni­gung der Fahr­bah­nen und Geh­wege.
Sind die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer bei­der Stra­ßen rei­ni­gungs­pflich­tig, so erstreckt sich die Rei­ni­gung nur bis zur Stra­ßen­mitte.

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