Jüchen: Wahlrecht in Anspruch nehmen – Bundestagswahl 24. September 2017

Jüchen – Am 24. September wird in Deutschland nach den fünf Wahlgrundsätzen -frei, allgemein, gleich, unmittelbar, geheim- der Deutsche Bundestag gewählt.

Über 61,5 Millionen Deutsche sind berechtigt, ihre Stimme für ihre Volksvertretung abzugeben. In Jüchen sind dies aktuell 18.326 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger, 9.448 Frauen und 8.878 Männer.

Das all diese Menschen wahlberechtigt sind, ist nicht selbstverständlich, wobei das Frauenwahlrecht ebenso hart erkämpft wurde, wie das der männlichen Bürger. Leider war der Weg für Frauen erheblich länger, denn dieses Recht ist gerade erst knapp 100 Jahre jung. Historische Wurzeln lagen in der französischen Revolution von 1789 mit ihren Forderungen nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.  

Am 12. November 1918 war, durch den Aufruf der Volksbeauftragten an das Deutsche Volk, die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts. Am 30. November 1918 trat daraufhin in Deutschland das damalige Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Damit konnten Frauen am 19. Januar 1919 zum ersten Mal in Deutschland reichsweit wählen und gewählt werden. Diese geschichtsträchtige Gleichbehandlung werden die Gleichstellungsbeauftragten im nächsten Jahr zum 100-jährigen Bestehen besonders hervorheben.

Deshalb weisen die beiden Jüchener Gleichstellungsbeauftragten aus Anlass der Bundestagswahl besonders darauf hin, dass das Frauenwahlrecht, welches für uns heute so selbstverständlich ist, sich gegen viele Vorurteile von Männern und auch Frauen durchsetzen musste.

„Dieses erworbene Recht auf Wahlmöglichkeit sollte man schätzen und mit seiner Stimme das Ergebnis der Wahl und die politische Richtung beeinflussen“, so die beiden Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Jüchen, Silke Rafaneli und Ursula Schmitz.

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