Kindernotfall-​App ergänzt Erste Hilfe Ausbildung und gibt Tipps

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Seit über 30 Jahren bie­ten die Johanniter im Rhein-​Kreis Neuss Erste-​Hilfe Kurse spe­zi­ell für die Behandlung von Kindernotfällen an. 

1986 über­nah­men die Neusser Ausbilder Klaus Eismann und Dieter Guderley ein Konzept aus Bayern und brach­ten es mit dem dama­li­gen Leiter der Neusser Kinderklinik Dr. Lothar Biskup mit eini­gen klei­nen Änderungen an den Start im Rheinland. Die Johanniter waren sei­ner­zeit die ers­ten, die began­nen den bekann­ten Erste Hilfe Kursus zu spe­zia­li­sie­ren und waren mit „Erste Hilfe am Kind“ ebenso Vorreiter wie mit dem spä­te­ren Programm „Ersthelfer von Morgen“, in dem Kinder ler­nen Erste Hilfe zu leisten.

In die­sen Tagen hat die bewährte Ausbildung für Eltern und Erzieher, die ver­letz­ten oder erkrank­ten Kindern hel­fen wol­len, ein upgrade erfah­ren. Neben dem eigent­li­chen Kursus, der die wich­tigs­ten Handgriffe prak­tisch erläu­tert und der Broschüre, die die BARMER zur Verfügung stellt, ist neu­er­dings eine Kindernotfall-​App ver­füg­bar, die die Kursinhalte mit wei­te­ren sinn­vol­len Funktionen rund um Kinder und Kindernotfälle ergänzt..

Anlässlich des Internationalen Tags der Ersten Hilfe am 9. September 2017 geht diese tech­ni­sche Hilfe an den Start. Sie soll dazu bei­tra­gen, dass Mütter, Väter, aber auch Erzieher und Lehrer die rich­ti­gen Maßnahmen ergrei­fen, wenn ein Kind drin­gend Hilfe benö­tigt. Die wich­tigs­ten Funktionalitäten der App:

Notruf und Suchfunktion

Über die neue Kindernotfall-​App lässt sich im Notfall direkt ein Notruf abset­zen. Eine Suchfunktion ermög­licht es, schnell die nächs­ten Krankenhäuser, Ärzte oder Apotheken zu finden.

Erste-​Hilfe-​ABC

Eine wei­tere Funktion ist ein Erste-​Hilfe-​ABC mit einer Übersicht und ein­fa­chen Beschreibung der wich­tigs­ten Maßnahmen im Notfall. Diese ori­en­tie­ren sich an dem Symptom, das dem Ersthelfer bei einem Notfall am stärks­ten ins Auge fällt (z.B. eine Verletzung, Bewusstlosigkeit, Ausfall der Atmung).

Tipps zur Vermeidung von Unfällen

Damit es erst gar nicht zu einem Unfall kommt, ent­hält die Kindernotfall-​App außer­dem Tipps, wie sich Kindernotfälle im Haushalt und unter­wegs ver­mei­den las­sen. Checklisten zur Prävention hel­fen, typi­sche Unfallquellen zu iden­ti­fi­zie­ren und zu vermeiden.

In einem Notfall, wenn das eigene Kind betrof­fen ist, einen küh­len Kopf zu bewah­ren, bringt viele Eltern an ihre Grenzen.“, wis­sen die Rettungsdienstmitarbeiter der Johanniter zu berich­ten und eine aktu­elle Forsa-​Umfrage im Auftrag der Johanniter hat bestä­tigt, dass eine Vielzahl der Eltern sich unsi­cher fühlt, das Richtige zu tun.. „Ein Grund für uns, das Thema in einen beson­de­ren Fokus zu rücken“, sagen Fachausbilder Dieter Guderley und die Ausbildungsleiterin Barbara Schnittker, die beide sel­ber auch die ent­spre­chen­den Kurse durch­füh­ren, „Unsere Kindernotfall-​App soll dazu einen Beitrag leis­ten. Sie kann wert­volle Tipps zur Prävention und Unterstützung in einem Notfall geben. Allerdings ersetzt Sie jedoch kei­nen Erste-​Hilfe-​Kurs. Dort wer­den die rich­ti­gen Maßnahmen aus­führ­lich erläu­tert und geübt, damit sie im Ernstfall auch schnell abzu­ru­fen sind.“ 

Die Kindernotfall-​App der Barmer und der Johanniter funk­tio­niert auf Android und iOS und ist kos­ten­los im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich.

Auf der Internetseite www​.johan​ni​ter​.de/​k​i​n​d​e​r​n​o​t​f​all fin­den Interessierte noch mehr Informationen zum Thema und kön­nen direkt das Kursangebot „Erste Hilfe am Kind“ in ihrer Region wäh­len oder einen direk­ten Ansprechpartner fin­den. Eine Broschüre, die alle rele­van­ten Inhalte noch ein­mal kom­pakt zusam­men­fasst, kann dort eben­falls her­un­ter­ge­la­den wer­den. Zusätzlich ste­hen Checklisten bereit, die prä­ven­tive Schutzmaßnahmen für die Schule, die Kita und Zuhause über­sicht­lich darstellen.

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