Jüchen: Neuer Rüstwagen für die Feuerwehr

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Die Feuerwehr Jüchen konnte heute ihren neuen Rüstwagen ent­ge­gen­neh­men, ein Spezialfahrzeug, das in Kürze den über 20 Jahre alten Vorgänger erset­zen wird. 

Bei dem Fahrzeug han­delt es sich um ein Allradfahrgestell der Fa. Mercedes-​Benz, wel­ches über einen Aufbau der Fa. Lentner aus München ver­fügt. Die Beschaffung erfolgte ent­spre­chend des Brandschutzbedarfsplans der Gemeinde Jüchen. Momentan wer­den die Aktiven der Jüchener Wehr für das neue Fahrzeug geschult. Der Rüstwagen mit einer Besatzung von drei Mann rückt für die so genannte große tech­ni­sche Hilfeleistung aus, bei denen die tech­ni­sche Ausrüstung der „nor­ma­len” Einsatzfahrzeuge nicht mehr aus­reicht. Hierbei ergänzt er die Hilfeleistungslöschfahrzeuge bei grö­ße­ren Aufgabenstellungen wie z. B. bei LKW-​Unfällen, bei denen schwe­res tech­ni­sches Gerät erfor­der­lich ist.

Der neue Rüstwagen ver­fügt über ein zuläs­si­ges Gesamtgewicht von 16 t, einen Stromerzeuger mit 30 KVA Stromleistung und einem LED-​Lichtmast, der fern­ge­steu­ert wer­den kann. Daneben hat das Fahrzeug einen Rettungsspreizer mit Rettungsschere und Zylindern, Motorsägen, Trennschleifer, pneu­ma­ti­sche Luftheber und Kanaldichtkissen, Containern mit unter­schied­li­chen Werkzeugen, eine Schleifkorbtrage zur Personenrettung und der­zeit noch ein­ma­lig im Rhein-​Kreis Neuss ein ame­ri­ka­ni­sches LKW-​Abstützsystem der Firma „Paratech“.

v.l.n.r.: Thomas Uppenkamp, Harald Zillikens. Foto: Gemeinde

Vom bis­he­ri­gen Rüstwagen kön­nen viele Ausrüstungsgegenstände über­nom­men wer­den. Das hat gehol­fen, die ursprüng­lich geplan­ten Gesamtbeschaffungskosten von ins­ge­samt 460.000 Euro auf 405.000 Euro zu redu­zie­ren“, so Bürgermeister Harald Zillikens.

Der Rüstwagen ist eine rol­lende Werkzeugkiste für grö­ßere Einsätze”, so Thomas Uppenkamp, Gerätewart der Jüchener Feuerwehr, der die Ausrüstung des Fahrzeugs feder­füh­rend kon­zi­piert hat.

Neben dem Rüstwagen ist Anfang 2018 noch der Ersatz eines wei­te­ren Großfahrzeuges geplant. Im Frühjahr wird ein Hilfeleistungslöschfahrzeug auf einem Mercedes-​Benz Fahrgestell aus­ge­lie­fert, das ein 27 Jahre altes nicht mehr dem Stand der Technik ent­spre­chen­des Fahrzeug ersetzt.

Das Fahrzeug ermög­licht durch sein inno­va­ti­ves Ausrüstungs- und Beladungskonzept das Abarbeiten eines brei­ten Einsatzspektrums und wird damit den gestie­ge­nen Anforderungen an eine leis­tungs­fä­hige Feuerwehr gerecht“, so Heinz-​Dieter Abels, Leiter der Jüchener Feuerwehr. „Aber auch den sich in den letz­ten Jahren gestie­ge­nen Anforderungen an die Einsatzkräfte wird das Fahrzeug gerecht. Es ist gut, mit nur einem Fahrzeug viel­sei­ti­ges tech­ni­sches Gerät an eine Einsatzstelle zu trans­por­tie­ren. So gewin­nen wir wert­volle Zeit und sind in der Lage, auch bei unkla­ren Alarmierungssituationen fle­xi­bel zu reagieren“.

Das neue Fahrzeug soll auch wie­der gut zwei Jahrzehnte im Einsatz blei­ben. Der bis­he­rige Rüstwagen wird in Kürze ausgemustert.

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