Jüchen: Neuer Rüstwagen für die Feuerwehr

Jüchen – Die Feuerwehr Jüchen konnte heute ihren neuen Rüstwagen entgegennehmen, ein Spezialfahrzeug, das in Kürze den über 20 Jahre alten Vorgänger ersetzen wird.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Allradfahrgestell der Fa. Mercedes-Benz, welches über einen Aufbau der Fa. Lentner aus München verfügt. Die Beschaffung erfolgte entsprechend des Brandschutzbedarfsplans der Gemeinde Jüchen. Momentan werden die Aktiven der Jüchener Wehr für das neue Fahrzeug geschult. Der Rüstwagen mit einer Besatzung von drei Mann rückt für die so genannte große technische Hilfeleistung aus, bei denen die technische Ausrüstung der „normalen“ Einsatzfahrzeuge nicht mehr ausreicht. Hierbei ergänzt er die Hilfeleistungslöschfahrzeuge bei größeren Aufgabenstellungen wie z. B. bei LKW-Unfällen, bei denen schweres technisches Gerät erforderlich ist.

Der neue Rüstwagen verfügt über ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 t, einen Stromerzeuger mit 30 KVA Stromleistung und einem LED-Lichtmast, der ferngesteuert werden kann. Daneben hat das Fahrzeug einen Rettungsspreizer mit Rettungsschere und Zylindern, Motorsägen, Trennschleifer, pneumatische Luftheber und Kanaldichtkissen, Containern mit unterschiedlichen Werkzeugen, eine Schleifkorbtrage zur Personenrettung und derzeit noch einmalig im Rhein-Kreis Neuss ein amerikanisches LKW-Abstützsystem der Firma „Paratech“.

v.l.n.r.: Thomas Uppenkamp, Harald Zillikens. Foto: Gemeinde

„Vom bisherigen Rüstwagen können viele  Ausrüstungsgegenstände übernommen werden. Das hat geholfen, die ursprünglich geplanten Gesamtbeschaffungskosten von insgesamt 460.000 Euro auf 405.000 Euro zu reduzieren“, so Bürgermeister Harald Zillikens.

„Der Rüstwagen ist eine rollende Werkzeugkiste für größere Einsätze“, so Thomas Uppenkamp, Gerätewart der Jüchener Feuerwehr, der die Ausrüstung des Fahrzeugs federführend konzipiert hat.

Neben dem Rüstwagen ist Anfang 2018 noch der Ersatz eines weiteren Großfahrzeuges geplant. Im Frühjahr wird ein Hilfeleistungslöschfahrzeug auf einem Mercedes-Benz Fahrgestell ausgeliefert, das ein 27 Jahre altes nicht mehr dem Stand der Technik entsprechendes Fahrzeug ersetzt.

„Das Fahrzeug ermöglicht durch sein innovatives Ausrüstungs- und Beladungskonzept das Abarbeiten eines breiten Einsatzspektrums und wird damit den gestiegenen Anforderungen an eine leistungsfähige Feuerwehr gerecht“, so Heinz-Dieter Abels, Leiter der Jüchener Feuerwehr. „Aber auch den sich in den letzten Jahren gestiegenen Anforderungen an die Einsatzkräfte wird das Fahrzeug gerecht. Es ist gut, mit nur einem Fahrzeug vielseitiges technisches Gerät an eine Einsatzstelle zu transportieren. So gewinnen wir wertvolle Zeit und sind in der Lage, auch bei unklaren Alarmierungssituationen flexibel zu reagieren“.

Das neue Fahrzeug soll auch wieder gut zwei Jahrzehnte im Einsatz bleiben. Der bisherige Rüstwagen wird in Kürze ausgemustert.

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