Dormagen: Neuer Schutzzaun soll wil­des Baden und Müll verhindern

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Straberg – Um das ille­gale und lebens­ge­fähr­li­che Baden im Auskiesungsbereich am Straberger See zu ver­hin­dern, wird dort von der Firma Straberg Kies ein neuer Stahlgitterzaun errichtet. 

Zusätzlich wol­len die Kreiswerke als Geländeeigentümer den Zugang zu Ufern künf­tig durch natür­li­che Barrieren wie Heckenpflanzungen erschwe­ren. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs, zu dem Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke, Bürgermeister Erik Lierenfeld und der städ­ti­sche Ordnungsdezernent Robert Krumbein mit dem Kiesunternehmen zusam­men­ka­men. „Wir freuen sehr über die Zusage der Firma“, sagt Petrauschke. „Gemeinsam möch­ten wir so die Menschen davor bewah­ren, ihre eigene Sicherheit zu gefähr­den und auch der Vermüllung des Areals sowie Zerstörungen an den Förderanlagen entgegenwirken.“

Hintergrund des Gesprächs waren zahl­rei­che Beschwerden in die­sem Sommer über ille­gale Badegäste in dem abge­sperr­ten Ausbaggerungsbereich. „Das ist schon seit Jahren ein Dauerproblem. Die Situation war aber beson­ders schlimm, als wir im Juni und Juli die starke Hitzeperiode hat­ten“, sagt Krumbein. Teilweise klet­ter­ten die Eindringlinge sogar auf die Förderanlagen und spran­gen von dort ins Wasser, wo sich gefähr­li­che Hindernisse wie Stahlseile unter der Oberfläche befin­den kön­nen. „Doch auch schon das Betreten der Ufer ist sehr ris­kant. Sie kön­nen jeder­zeit abrut­schen“, warnt Krumbein.

Vergeblich appel­lierte das Ordnungsamt an die Bürger, von den Verstößen gegen das Eigentumsrecht abzu­las­sen. Auch der Stadtrat sorgte sich wegen der Eigengefährdungen und beklagte wach­sende Abfallberge in den Grünbereichen. Das Kiesunternehmen musste zudem immer wie­der Beschädigungen an sei­nen Anlagen hin­neh­men. „Deshalb ist es gut, dass jetzt alle Beteiligten zusam­men Lösungen erar­bei­tet haben“, sagt Bürgermeister Lierenfeld. „Der Straberger See ist ein her­vor­ra­gen­des Naherholungsgebiet, das viele Attraktionen wie den Wakebeach und die Segelschule umfasst. Durch die Schutzvorkehrungen wol­len wir hier für ein siche­res Badevergnügen am öffent­li­chen Strand und mehr Sauberkeit sorgen.“

Parallel dazu geht das Ordnungsamt mit ver­stärk­ten Kontrollen gegen wil­des Parken rund um den See vor. Vor allem an der stark befah­re­nen L 280 war es in der Vergangenheit immer wie­der zu Behinderungen und gefähr­li­chen Situationen durch Falschparker gekom­men. „Dies konn­ten wir in den ver­gan­ge­nen Wochen bereits erfolg­reich ein­däm­men“, sagt Krumbein. Eine von ille­ga­len Parkern genutzte Freifläche öst­lich der Kreuzung L 280/​K 12 wurde mit Pfosten abge­sperrt. „Unterstützt wer­den diese Kontrollen auch von der Kreispolizeibehörde“, macht der Landrat deutlich.

(79 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)