Rhein Kreis-​Kliniken jetzt gemein­nüt­zige GmbH

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Rhein-​Kreis Kliniken mit ihren bei­den Krankenhäusern in Grevenbroich und Dormagen wur­den jetzt in der Rechtsform einer gemein­nüt­zi­gen GmbH in das Handelsregister eingetragen. 

Bisher waren die bei­den Kreiskrankenhäuser als Eigenbetrieb geführt wor­den. Die Geschäftsführung Sigurd Rüsken, Patricia Mebes und Hubert Quadflieg unter­rich­te­ten umge­hend die Klinik-​Mitarbeiter, die mit der GmbH-​Gründung fortan einen neuen Arbeitgeber haben.

Der Rhein Kreis Neuss bleibt aber wei­ter­hin 100-​prozentiger Gesellschafter. Anfang des Jahres soll die Erweiterung der gGmbH durch Einbringung der Seniorenhäuser Korschenbroich und Lindenhof in Grevenbroich erfol­gen. „Wir sind wei­ter auf Kurs, eine quan­ti­ta­tive und qua­li­ta­tive medi­zi­ni­sche Versorgung unse­rer Bevölkerung dau­er­haft sicher­zu­stel­len. Die GmbH-​Gründung hat uns dabei einer ins Auge gefass­ten Fusion mit der Lukaskrankenhaus GmbH einen gro­ßen Schritt näher gebracht”, sagt Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke.

Mit der neuen Rechtsform wurde ein Auftrag des Kreistages erfüllt, der sich im Juni mit brei­ter Mehrheit von CDU, FDP, UWG/​Die Aktive, FdB, Piratenpartei und Zentrum für eine gGmbH-​Gründung aus­ge­spro­chen hat, um den Weg für eine mög­li­che Fusion mit der Städtische Kliniken Neuss Lukaskrankenhaus GmbH vorzubereiten.

Ich bin über­zeugt davon, dass das öffentlich-​rechtliche Krankenhaus die beste Lösung für Patienten und Mitarbeiter ist. Im Fokus aller Überlegungen steht schließ­lich neben der Versorgung von rund 230 000 Patientinnen und Patienten pro Jahr an allen Standorten die Sicherung von mehr als 2 700 Arbeitsplätzen”, so Petrauschke.” Ein gemein­sam von Stadt Neuss und Kreis in Auftrag gege­be­nes Strukturgutachten hatte zuvor klar­ge­stellt, dass eine qua­li­täts­ori­en­tierte medi­zi­ni­sche Versorgung im Rhein-​Kreis Neuss lang­fris­tig mög­lich und das Leistungspotenzial der Standorte in Grevenbroich, Dormagen und Neuss durch­weg posi­tiv zu bewer­ten ist.

Die Analyse belegt aber, dass das Lukaskrankenhaus und die Rhein Kreis Kliniken als ein­zelne Betriebe zu klein sind, um lang­fris­tig gese­hen eine wohn­ort­nahe medi­zi­ni­sche Infrastruktur für die Menschen im Einzugsgebiet des Rhein-​Kreises Neuss auf­recht­erhal­ten zu kön­nen. Eine bloße Kooperation der Krankenhäuser wäre nach Ansicht der Gutachter eine zu lockere Bindung gewe­sen, um das anvi­sierte Ziel zu errei­chen. „Lediglich durch eine Fusion der Krankenhäuser kann die­ses künf­tig in einem Dreieck der medi­zi­ni­schen Versorgung flä­chen­de­ckend gewähr­leis­tet wer­den”, so die Fachleute.

Deshalb böte sich die his­to­ri­sche Chance, einen kom­mu­na­len Verbund zu bil­den, der zu den Top 10 der kom­mu­na­len Krankenhäuser Deutschlands zäh­len würde.

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