Jüchen: Baustart für die Umgestaltung des Alten Friedhofs

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen-​Hochneukirch – Die gärt­ne­ri­schen Arbeiten am zwi­schen der Weidenstraße und Rathausstraße gele­ge­nen Alten Friedhof als Teilmaßnahme des Dorfentwicklungskonzeptes Hochneukirch haben diese Woche begonnen. 

Nachdem die Gemeinde im Mai einen Bewilligungsbescheid für Fördermittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des länd­li­chen Raumes erhal­ten hatte, wur­den die erfor­der­li­chen Landschaftsbauarbeiten aus­ge­schrie­ben und beauftragt.

In den kom­men­den Wochen wer­den zunächst 170 lau­fende Meter was­ser­ge­bun­dene Wege mit Unterbau ange­legt und eine Trockenmauer aus Kalksteinblöcken auf­ge­schich­tet. Anschließend wer­den die zukünf­ti­gen Pflanzflächen auf­be­rei­tet. Hierzu müs­sen Wurzelreste und uner­wünschte Wildkräuter besei­tigt sowie der Boden gelo­ckert und mit Kompost ver­bes­sert werden.

Karte: Gemeinde

Das gesamte Areal soll bis zum Jahresende eine viel­sei­tige, anspre­chende und öko­lo­gisch wert­volle Bepflanzung erhal­ten. Vier Sitzbänke, ein Laubengang für Kletterpflanzen und zwei Ranktore für Rosen sol­len die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität der Parkanlage erhö­hen. Im Herbst ist dann der güns­tigste Zeitpunkt für die Anpflanzung von ca. 1.900 Stauden, Gräsern, Farnen und Kletterpflanzen. Den Maßnahmenabschluss wird in der Vegetationsruhe die Anpflanzung von 5 hoch­stäm­mi­gen Bäumen, 130 Wild- und Ziersträuchern, 50 Beerenobststräuchern und 38 diver­sen Wild- und Kletterrosen bilden.

Ein ver­wil­der­ter Teilbereich an der Westseite des Parks mit alten, zum Klettern geeig­ne­ten Hainbuchen und Efeubewuchs soll Kinder zur Bewegung ani­mie­ren und eine Alternative zu her­kömm­li­chen Spielplätzen bieten.

Die 8.500 m² große Parkfläche ist in fol­gende Themenareale geglie­dert: (Karte (pdf) hier

  • Rosengarten am Eingang Weidenstraße
  • Naturspielraum mit alten Kletterbäumen für Kinder
  • Stauden- und Gräserbeete
  • Beerenobststräucher
  • Trockenmauer mit Wärme lie­ben­den Stauden
  • arten­rei­che Wildkräuterwiesen
  • Ziergehölze für den Halbschatten
  • Rasen mit Frühjahrsblühern
  • Laubengang aus Stahl mit diver­sen Kletterpflanzen
  • Ranktore mit Kletterrosen

Die Besucher des Parks erhal­ten als Nebeneffekt auch Anregungen für eine eigene Gartengestaltung, die im Einklang mit der Natur steht. Insbesondere soll gezeigt wer­den, wie sich durch ent­spre­chende Auswahl von ein­hei­mi­schen und dorf­ty­pi­schen Pflanzen die Artenvielfalt erhö­hen lässt. Dieser Aspekt gewinnt gerade vor dem Hintergrund des inzwi­schen bedroh­li­chen Schwundes vie­ler Insekten- und Vogelarten an Bedeutung. Die Auftragssumme beträgt ins­ge­samt ca. 50.000 Euro. Der Gemeinde Jüchen wur­den durch die Bezirksregierung Düsseldorf Fördermittel von rd. 65 % bewilligt.

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