Neuss: Telefonbetrüger geben sich als „Polizeibeamte” oder „Enkel” aus

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – Es hat sich offen­bar her­um­ge­spro­chen – hin­ter Geldforderungen am Telefon ste­cken oft betrü­ge­ri­sche Absichten. Mal ist es der soge­nannte „Enkeltrick”, mal mel­det sich am ande­ren Ende der Leitung ein angeb­li­cher Polizeibeamter. 

Zumeist ältere Menschen erhal­ten Anrufe von Unbekannten, die „mit allen Wassern gewa­schen” sind und die nur ein Ziel vor Augen haben: Sie um ihr Hab und Gut zu bringen!

Am Dienstag (22.08.) erhiel­ten Seniorinnen in Neuss Anrufe von angeb­li­chen Verwandten oder Polizeibeamten. Beim „Enkeltrick” gab sich der Verdächtige als Neffe aus und gab vor, sich in einer finan­zi­el­len Notlage zu befin­den und drin­gend Bargeld zu benötigen.

Eine ver­meint­li­che Polizeibeamtin behaup­tete in akzent­freiem Deutsch, dass die Kripo am Telefon sei. Man habe eine Gruppe von Tätern gefasst und diese hät­ten eine Liste dabei gehabt, auf der sich unter ande­rem die Daten der Angerufenen befun­den hät­ten. Anschließend erkun­digte sich die unbe­kannte Anruferin nach den Besitzverhältnissen der älte­ren Dame.

Die Angerufenen schöpf­ten Verdacht, durch­schau­ten glück­li­cher­weise die betrü­ge­ri­schen Maschen und lie­ßen sich nicht dar­auf ein.

Obwohl die Täter immer öfter auf auf­ge­klärte Bürgerinnen und Bürger tref­fen, ver­zeich­net die Polizei wei­ter­hin Betrugsversuche die­ser Art. Deshalb ist es wich­tig, auch zukünf­tig miss­trau­isch zu sein, wenn Unbekannte am Telefon um Geld bit­ten oder Auskunft über deren Besitzverhältnisse erheben.

Den Trickbetrügern kann nur wirk­sam begeg­net wer­den, wenn poten­ti­elle Opfer ihre „Maschen” ken­nen und wis­sen, wie sie sich im Fall eines sol­chen Anrufes ver­hal­ten sol­len. Es ist ent­schei­dend, nicht auf die Forderungen ein­zu­ge­hen und unmit­tel­bar im Anschluss an das Gespräch die Polizei zu verständigen.

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