Neuss: Sanitäts‑, Rettungsdienst und Kindersammelstelle beim Schützenfest 2017

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Neuss – Wenn sich die Schützen und Bürger mit ihren begeisterten Zuschauern an den Festtagen Ende August in der Neusser Innenstadt treffen, um das große Bürger-Schützenfest unbeschwert zu feiern, stehen die Kräfte der drei Neusser Hilfsorganisationen Johanniter, Malteser und Deutsches Rotes Kreuz bereit, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und wenn Hilfe nötig wird sofort ein zu greifen.

In einer gemeinsamen Besprechung haben die Rettungskräfte ihr Vorgehen und ihre Ressourcen vereinbart und in das geforderte Sicherheitskonzept einfließen lassen, dass der Neusser Bürger-Schützenverein den zuständigen Behörden zur Genehmigung vorlegen muss.

Die zentrale Einsatzleitung der Helfer befindet sich in diesem Jahr im hinteren Teil der Hammer Landstraße gegenüber dem früheren VfR-Gelände, etwas abgesetzt vom eigentlichen Geschehen. Von dort koordiniert der Einsatzleitwagen 2, der mit Leitungskräften der Hilfsorganisationen besetzt ist, das komplette Einsatzgeschehen rund um das Fest sowohl im Innenstadtbereich als auch auf Festwiese, Budengasse und Kirmesplatz. Von Freitagnachmittag bis Mittwochmorgen stellen die drei Neusser Rettungsorganisationen je eine große Unfallhilfsstelle in ihrem originären Einsatzgebiet mit Personal und Rettungsfahrzeugen für diese Aufgabe bereit. In Containern, die der Bürger-Schützenverein zur Verfügung stellt, befindet sich jeweils ein Behandlungsraum und ein Raum mit Still- und Wickelecke.

Die Malteser sind direkt am Eingang zum Kirmesplatz auf der Hammer Landstraße positioniert und kümmern sich primär um die Versorgung der dort anfallenden Notfälle rund um die Fahrgeschäfte. Eine Behandlung kann bei kleineren Verletzungen direkt vor Ort erfolgen, für die Weiterversorgung stehen genügend Hilfskräfte, teilweise auch Ärzte zur Verfügung und wenn erforderlich kann auch ein Transport von dort mit den vorhandenen Kranken- und Rettungswagen durchgeführt werden.

Eine weitere Versorgungs- und Rettungsstation hat das Deutsche Rote Kreuz an der Galopprennbahn aufgeschlagen. Der primäre Einsatzbereich Festwiese und Festzelt ist von hier ebenso gut erreichbar wie die Budengasse, auf der vor allem nachmittags viele Besucher zu finden sind. Die vorhandenen Container bieten auch hier Behandlungsmöglichkeiten für alle Notfälle und auch die Aufenthaltsmöglichkeit für die Helferinnen und Helfer, die bis zum Ende der Zeltveranstaltungen einsatzbereit sind und von dort auch diverse Rettungsfahrzeuge in Einsatz bringen können

Nahe an der Innenstadt befindet sich die Station der Johanniter. Am Hessentordamm nah zum Markt sind neben den erforderlichen Notarzt-, Rettungs- und Krankenwagen eine Anzahl Einsatzmotorräder stationiert, die auch bei dicht stehenden Reihen von Zuschauern oder engen Einsatzstellen die Gewähr bieten, dass Hilfspersonal und Material auch schon dann zum Verletzten gelangen kann, wenn die größeren Rettungsfahrzeuge wegen der Menschenmengen nur langsam voran kommen. Zusätzlich wird ein Teil der Motorräder gemeinsam mit den Polizei-Krädern an der Zugspitze der Umzüge eingesetzt und ist von dort jederzeit als first-responder durch die Leitung einsetzbar.

Während der Umzüge und der großen Parade versammeln sich die Sanitäter der drei beteiligten Organisationen an der Station der Johanniter, bilden gemeinsame Erstversorgungstrupps und sind dann im Innenstadtbereich rund um Markt, Oberstraße und Büchel im Einsatz. Darüber hinaus werden während dieser Umzüge Rettungsfahrzeuge in der gesamten Innenstadt verteilt, um jederzeit kurzfristig Hilfe sowohl im Innen- als auch im Außenkreis leisten zu können ohne lange Anfahrt-Wege zu haben.

Wer während der Schützenfest-Tage einen Unfall oder Notfall melden muss, wählt die einheitliche Notrufnummer 112. Die Rettungsleitstelle des Rhein-Kreises nimmt dann sofort mit dem Einsatzleitwagen Kontakt auf, der den eigentlichen Einsatz im Innenstadtbereich steuert. Über Funk ist jedes Fahrzeug, jede Unfallhilfsstelle und jeder Erstversorgungstrupp erreichbar und kann so zielgenau in den Einsatz gebracht werden.

Diese Ausstattung erleichtert auch evtl. notwendige Suchaktionen der zentralen Kindersammelstelle, die sich am Standort der Johanniter befindet. Sollte ein vermisstes Kind bzw. verlorene Eltern gemeldet werden müssen, ist die dafür entscheidende Telefonnummer die  02131 / 20 22 4 86.

Aus der jahrelangen Erfahrung haben sich einige Tipps herauskristallisiert, die einen schnellen Erfolg bei verlorenen Eltern bzw. Kindern begünstigen. Eltern sollten sich die Kleidung ihrer Kinder genau anschauen, um eine möglichst präzise Beschreibung geben zu können. Mit größeren Kindern sollte ein Treffpunkt ausgemacht werden für den Fall, dass man sich im Getümmel aus den Augen verliert.

In jedem Fall sollten die Kinder alle einen Zettel mit Name, Alter, Wohnort und evtl. Kontakttelefonnummer bei sich tragen, um im Falle eines aufgefundenen Kindes die Eltern möglichst schnell informieren zu können. Und bevor man lange auf eigene Faust sucht, sollte man bei der Kindersammelstelle anrufen. Evtl. ist die oder der Gesuchte schon dort und wartet auf Familienmitglieder.  

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