Neuss: Sanitäts‑, Rettungsdienst und Kindersammelstelle beim Schützenfest 2017

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Wenn sich die Schützen und Bürger mit ihren begeis­ter­ten Zuschauern an den Festtagen Ende August in der Neusser Innenstadt tref­fen, um das große Bürger-​Schützenfest unbe­schwert zu fei­ern, ste­hen die Kräfte der drei Neusser Hilfsorganisationen Johanniter, Malteser und Deutsches Rotes Kreuz bereit, um die Sicherheit der Menschen zu gewähr­leis­ten und wenn Hilfe nötig wird sofort ein zu greifen.

In einer gemein­sa­men Besprechung haben die Rettungskräfte ihr Vorgehen und ihre Ressourcen ver­ein­bart und in das gefor­derte Sicherheitskonzept ein­flie­ßen las­sen, dass der Neusser Bürger-​Schützenverein den zustän­di­gen Behörden zur Genehmigung vor­le­gen muss.

Die zen­trale Einsatzleitung der Helfer befin­det sich in die­sem Jahr im hin­te­ren Teil der Hammer Landstraße gegen­über dem frü­he­ren VfR-​Gelände, etwas abge­setzt vom eigent­li­chen Geschehen. Von dort koor­di­niert der Einsatzleitwagen 2, der mit Leitungskräften der Hilfsorganisationen besetzt ist, das kom­plette Einsatzgeschehen rund um das Fest sowohl im Innenstadtbereich als auch auf Festwiese, Budengasse und Kirmesplatz. Von Freitagnachmittag bis Mittwochmorgen stel­len die drei Neusser Rettungsorganisationen je eine große Unfallhilfsstelle in ihrem ori­gi­nä­ren Einsatzgebiet mit Personal und Rettungsfahrzeugen für diese Aufgabe bereit. In Containern, die der Bürger-​Schützenverein zur Verfügung stellt, befin­det sich jeweils ein Behandlungsraum und ein Raum mit Still- und Wickelecke.

Die Malteser sind direkt am Eingang zum Kirmesplatz auf der Hammer Landstraße posi­tio­niert und küm­mern sich pri­mär um die Versorgung der dort anfal­len­den Notfälle rund um die Fahrgeschäfte. Eine Behandlung kann bei klei­ne­ren Verletzungen direkt vor Ort erfol­gen, für die Weiterversorgung ste­hen genü­gend Hilfskräfte, teil­weise auch Ärzte zur Verfügung und wenn erfor­der­lich kann auch ein Transport von dort mit den vor­han­de­nen Kranken- und Rettungswagen durch­ge­führt werden.

Eine wei­tere Versorgungs- und Rettungsstation hat das Deutsche Rote Kreuz an der Galopprennbahn auf­ge­schla­gen. Der pri­märe Einsatzbereich Festwiese und Festzelt ist von hier ebenso gut erreich­bar wie die Budengasse, auf der vor allem nach­mit­tags viele Besucher zu fin­den sind. Die vor­han­de­nen Container bie­ten auch hier Behandlungsmöglichkeiten für alle Notfälle und auch die Aufenthaltsmöglichkeit für die Helferinnen und Helfer, die bis zum Ende der Zeltveranstaltungen ein­satz­be­reit sind und von dort auch diverse Rettungsfahrzeuge in Einsatz brin­gen können

Nahe an der Innenstadt befin­det sich die Station der Johanniter. Am Hessentordamm nah zum Markt sind neben den erfor­der­li­chen Notarzt‑, Rettungs- und Krankenwagen eine Anzahl Einsatzmotorräder sta­tio­niert, die auch bei dicht ste­hen­den Reihen von Zuschauern oder engen Einsatzstellen die Gewähr bie­ten, dass Hilfspersonal und Material auch schon dann zum Verletzten gelan­gen kann, wenn die grö­ße­ren Rettungsfahrzeuge wegen der Menschenmengen nur lang­sam voran kom­men. Zusätzlich wird ein Teil der Motorräder gemein­sam mit den Polizei-​Krädern an der Zugspitze der Umzüge ein­ge­setzt und ist von dort jeder­zeit als first-​responder durch die Leitung einsetzbar.

Während der Umzüge und der gro­ßen Parade ver­sam­meln sich die Sanitäter der drei betei­lig­ten Organisationen an der Station der Johanniter, bil­den gemein­same Erstversorgungstrupps und sind dann im Innenstadtbereich rund um Markt, Oberstraße und Büchel im Einsatz. Darüber hin­aus wer­den wäh­rend die­ser Umzüge Rettungsfahrzeuge in der gesam­ten Innenstadt ver­teilt, um jeder­zeit kurz­fris­tig Hilfe sowohl im Innen- als auch im Außenkreis leis­ten zu kön­nen ohne lange Anfahrt-​Wege zu haben.

Wer wäh­rend der Schützenfest-​Tage einen Unfall oder Notfall mel­den muss, wählt die ein­heit­li­che Notrufnummer 112. Die Rettungsleitstelle des Rhein-​Kreises nimmt dann sofort mit dem Einsatzleitwagen Kontakt auf, der den eigent­li­chen Einsatz im Innenstadtbereich steu­ert. Über Funk ist jedes Fahrzeug, jede Unfallhilfsstelle und jeder Erstversorgungstrupp erreich­bar und kann so ziel­ge­nau in den Einsatz gebracht werden.

Diese Ausstattung erleich­tert auch evtl. not­wen­dige Suchaktionen der zen­tra­len Kindersammelstelle, die sich am Standort der Johanniter befin­det. Sollte ein ver­miss­tes Kind bzw. ver­lo­rene Eltern gemel­det wer­den müs­sen, ist die dafür ent­schei­dende Telefonnummer die 02131 /​20 22 4 86.

Aus der jah­re­lan­gen Erfahrung haben sich einige Tipps her­aus­kris­tal­li­siert, die einen schnel­len Erfolg bei ver­lo­re­nen Eltern bzw. Kindern begüns­ti­gen. Eltern soll­ten sich die Kleidung ihrer Kinder genau anschauen, um eine mög­lichst prä­zise Beschreibung geben zu kön­nen. Mit grö­ße­ren Kindern sollte ein Treffpunkt aus­ge­macht wer­den für den Fall, dass man sich im Getümmel aus den Augen verliert.

In jedem Fall soll­ten die Kinder alle einen Zettel mit Name, Alter, Wohnort und evtl. Kontakttelefonnummer bei sich tra­gen, um im Falle eines auf­ge­fun­de­nen Kindes die Eltern mög­lichst schnell infor­mie­ren zu kön­nen. Und bevor man lange auf eigene Faust sucht, sollte man bei der Kindersammelstelle anru­fen. Evtl. ist die oder der Gesuchte schon dort und war­tet auf Familienmitglieder. 

(208 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)