VBE: Lehrkräfte brau­chen Entlastungen – Baustellen der Schulpolitik

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – (vbe​-nrw​.de) Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres macht der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW auf die vie­len schul­po­li­ti­schen Baustellen aufmerksam. 

Ob Inklusion, Unterrichtsversorgung, die Umsetzung von G9 oder Lernen in der digi­ta­len Welt: Für die neue Schulministerin Yvonne Gebauer gibt es eini­ges zu erle­di­gen. „Lehrkräfte müs­sen immer kom­ple­xer wer­dende Aufgaben bewältigen.

Die Veröffentlichungen von Ranking-​Daten, etwa zum Unterrichtsausfall, kön­nen nur ein ver­zerr­tes Bild der Situationen an den Schulen wie­der­ge­ben und tra­gen nicht zur Lösung der Probleme bei. Es gilt, die Rahmenbedingungen für qua­li­ta­ti­ven Unterricht zu schaf­fen, statt mehr Druck auf Lehrkräfte zu erzeu­gen. Es soll­ten nicht noch mehr Baustellen geschaf­fen wer­den“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW.

Handlungsbedarf sieht der VBE vor allem bei der direk­ten Beseitigung des Lehrermangels und des Unterrichtsausfalls. Maßnahmen zur Unterrichtsversorgung, wie die Kooperation mit der Wirtschaft und die Anwerbung wei­te­rer Seiteneinsteiger, dür­fen nur Notlösungen sein. Schülerinnen und Schuler brau­chen aus­ge­bil­dete Lehrkräfte. 

Den Erhalt der Förderschule und die damit ver­bun­dene Wahlfreiheit für Eltern begrüßt der VBE. Klassen an Förderschulen und inklu­sive Lerngruppen an Regelschulen benö­ti­gen spe­zi­ell aus­ge­bil­de­tes Fachpersonal. Für erfolg­rei­ches inklu­si­ves Lernen an Regelschulen for­dert der VBE wei­ter eine Doppelbesetzung, bestehend aus Lehrkraft und Sonderpädagoge sowie Unterstützung durch mul­ti­pro­fes­sio­nelle Teams.

Die Rückkehr zum neun­jäh­ri­gen Gymnasium (G9) begrüßt der VBE eben­falls. „Auch hier gilt: Qualität vor Schnelligkeit. Eine zu rasche Umsetzung birgt die Gefahr, erneut Chaos ins System zu brin­gen. Eine Verbesserung an der Schulform Gymnasium darf nicht zu Lasten ande­rer Schulformen füh­ren“, sagt Udo Beckmann.

Eine wei­tere Baustelle ist die Weiterentwicklung des digi­ta­len Lernens. Mit der Einführung der digi­ta­len Plattform LOGINEO NRW bekom­men Lehrerinnen und Lehrer eine Infrastruktur, die die zeit­ge­mäße Nutzung web­ba­sier­ter Anwendungen zur Kommunikation und Organisation zum Einsatz im Unterricht ermög­li­chen soll. Udo Beckmann: „Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften müs­sen digi­tale Endgeräte in aus­rei­chen­der Zahl in den Schulen zur Verfügung ste­hen. Zudem darf die Einführung von LOGINEO NRW nicht zu einer stär­ke­ren Arbeitsbelastung durch län­gere Arbeitszeit und Arbeitsverdichtung führen“.

Weitere Baustellen sind die Prävention von Gewalt an Schulen und die Gesundheit von Lehrkräften, wel­che aus­schlag­ge­bend sind, um einen qua­li­ta­ti­ven Unterricht zu gewähr­leis­ten und des­halb nicht ver­ges­sen wer­den dür­fen. Der VBE NRW steht auch der neuen Landesregierung als kritisch-​konstruktiver Gesprächspartner bereit.

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