Rhein-​Kreis Neuss: Kreisgesundheitsamt – Unterwegs im Kampf für die Hygiene

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Brechdurchfall im Kindergarten, Masern in der Grundschule, Norovirus im Seniorenheim: In die­sen Fällen ist das Team von Siegfried Hauswirth vom Kreisgesundheitsamt gefragt. 

Die Hygienekontrolleure – frü­her hie­ßen sie Gesundheitsaufseher – sind immer dann zur Stelle, wenn Infektionen um sich grei­fen. „Wir ver­su­chen, in sol­chen Fällen die Ursache zu ermit­teln und vor allem die Weiterverbreitung zu unter­bin­den“, fasst Gesundheits-​Ingenieur Siegfried Hauswirth den Aufgabenbereich sei­ner Abteilung „Infektionsschutz, Umweltmedizin und TBC-​Fürsorge“ zusammen.

Während im Winter die Zahl der Infektionen zum Beispiel mit dem Norovirus steigt, der Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall ver­ur­sacht, häu­fen sich im Sommer eher Infektionen durch Bakterien wie Salmonellen. „Zum Glück neh­men die Zahlen bei der Salmonellose lang­fris­tig ab“, stellt Amtsleiter Dr. Michael Dörr fest. „Dafür haben wir andere Schwerpunkte wie die mul­ti­re­sis­ten­ten Erreger ins­be­son­dere in Krankenhäusern.“

Insbesondere auf Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Seniorenheime und Krankenhäuser rich­ten die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes ihr Augenmerk. Wenn dort eine mel­de­pflich­tige Infektion auf­taucht, bera­ten sie vor Ort zu Hygienemaßnahmen und unter­stüt­zen die Mitarbeiter, um eine wei­tere Ausbreitung zu verhindern.

Diplom-​Biologe Oliver Hanke berich­tet, dass er und seine Kollegen Seniorenheime und Krankenhäuser nicht nur im Infektionsfall besu­chen, son­dern dort auch im Rahmen von regel­mä­ßi­gen, unan­ge­kün­dig­ten Kontrollen vor Ort sind. „Das gilt auch für Schwimmbäder, wobei wir dort vor allem auf die Reinigung und auf die all­ge­meine Hygiene ach­ten“, fügt Siegfried Hauswirth hinzu. „Auch Wasserleitungen wer­den auf Legionellen überprüft.“

Denn der Aspekt Umweltmedizin gehört eben­falls zu den Aufgaben von Siegfried Hauswirth und sei­nen 12 Mitarbeitern. Sie wer­den zum Beispiel in Schulen ange­for­dert, wenn irgendwo Verdacht auf Schadstoffe besteht – oder sind bei Lärmschutz-​Gutachten mit im Boot. Auch die Trinkwasser-​Qualität haben sie im Blick. Dabei arbei­ten sie nicht nur eng mit den Wasserwerken zusam­men, son­dern stel­len zum Beispiel auch auf Kirmesplätzen und bei Volksfesten sicher, dass das Trinkwasser vor Ort hygie­nisch ein­wand­frei ist.

Alle aktu­el­len Zahlen zu Infektionen im Rhein-​Kreis Neuss ver­öf­fent­licht das Gesundheitsamt online unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​i​n​f​e​k​t​i​o​nen. Hier sind alle gemel­de­ten Fälle wie Norovirus-​Infektionen über Hepatitis bis hin zu Tuberkulose aufgelistet.

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