Dormagen: Falscher LKA-​Beamter lockt Senior in Falle – Mehrere Tausend Euro geraubt

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen, Duisburg (ots) – Ein dreis­ter Betrug mit anschlie­ßen­dem Raub beschäf­tigt der­zeit die Polizei. Seinen Anfang nahm die per­fide Tat am Montag (14.8.). Kurz nach 8 Uhr mor­gens, mel­dete sich ein ver­meint­li­cher Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) bei einem Duisburger Senior.

Der Unbekannte über­raschte den älte­ren Herrn mit detail­lier­tem Wissen zu des­sen Vermögensverhältnissen. Er behaup­tete, das in einem Schließfach depo­nierte Geld des Duisburgers sei von Kriminellen gegen Falschgeld aus­ge­tauscht worden.

In wei­te­ren Gesprächen, unter ande­rem mit einem angeb­li­chen Oberstaatsanwalt, über­zeug­ten die Betrüger ihr Opfer davon, dass das angeb­li­che Falschgeld zur Untersuchung nach Düsseldorf gebracht wer­den müsse. Der Senior holte den Bargeldbetrag aus dem Wertfach sei­nes Geldinstitutes und fuhr mit einem Taxi (Fahrtkosten von über 100 Euro), am Dienstag (15.8.), gemäß den Anweisungen der Betrüger, zu einem Treffpunkt in Dormagen, wo ein Streifenwagen das Geld in Empfang neh­men sollte.

Doch an dem Übergabeort, auf einem Garagenhof nahe einer Bushaltestelle an der Weilerstraße in Dormagen-​Horrem, war­tete nicht die Polizei, son­dern ein Mann, der sich als „Martin” vor­stellte und kurz dar­auf sein Opfer über­rum­pelte, die Tasche mit dem Geld ent­riss und weg­lief. Ein Komplize war­tete in einem Fluchtauto auf ihn. Der Raub auf dem Garagenhof ereig­nete sich gegen 11:30 Uhr.

Der über­fal­lene Senior blieb geschockt zurück. Wieder Zuhause, erstat­tete er Anzeige bei der Polizei in Duisburg. Zunächst war der Tatort nicht genau bekannt und musste erst durch Befragung des Taxifahrers ermit­telt werden.

Die der­zei­ti­gen Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 12 der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss. Die Fahnder suchen anhand der fol­gen­den Täterbeschreibungen nach den Betrügern und Räubern:

  • Der Mann, der sich in Dormagen „Martin” nannte wird als etwa 25 bis 30 Jahre alt, schlank und circa 180 Zentimeter groß beschrieben.
  • Er hatte schwarze, kurze Haare und sprach akzent­frei Deutsch. Sein Erscheinungsbild beschreibt der Senior als „süd­län­disch”.
  • Bekleidet war der Unbekannte mit einer Jeans und einem bei­gen T‑Shirt.
  • Er hatte eine Bauchtasche bei sich, in der der Zeuge ein rotes Ausweisdokument (Reisepass o.ä.) zu erken­nen glaubte.
  • Der Fahrer des Fluchtwagens (Angaben hierzu lie­gen nicht vor) war eben­falls etwa 180 Zentimeter groß aber von kor­pu­len­ter Statur.
  • Er hatte kurze, brü­nette Haare und sein Aussehen wurde vom Zeugen als „typisch Deutsch” beschrieben.

Hinweise von mög­li­chen Zeugen, wer­den unter der Telefonnummer 02131 300–0 erbeten.

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