Aktuelle Warnung – Falsche Polizisten am Telefon

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss, Meerbusch, Neuss (ots) – Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Polizei im Rhein-​Kreis vor dreis­ten Trickbetrügern, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben. 

Am Donnerstagabend (17.08.) und am Freitagmorgen (18.08.) erhiel­ten gleich meh­rere Senioren aus Meerbusch und Neuss einen sol­chen Anruf. In einem Fall behaup­tete ein unbe­kann­ter Mann, die Angerufene stehe auf einer Liste von Personen, bei denen ein­ge­bro­chen wer­den soll.

Im Verlauf des Gesprächs frag­ten die „fal­schen Polizisten” ihre älte­ren Opfer nach Wertgegenständen und Bargeld in der Wohnung. Die Angerufenen erkann­ten recht­zei­tig die kri­mi­nel­len Absichten der Anrufer, been­de­ten die Gespräche und ver­stän­dig­ten die „rich­tige” Polizei. Es kam in den vor­lie­gen­den Fällen nicht zu einer wei­te­ren Kontaktaufnahme, so dass auch kein Schaden entstand.

Die Masche der Betrüger ist nicht neu. Üblicherweise bie­tet der fal­sche Kripobeamte im Weiteren an, die Wertgegenstände sicher bei der Polizei zu ver­wah­ren. Dafür würde ein Kollege vor­bei­kom­men und diese abho­len. Die anru­fende Nummer endete zum Teil auf „110” und sollte so den Anschein eines offi­zi­el­len Behördenanrufs erwe­cken. Telefonbetrüger nut­zen hier­für eine Computersoftware, die im Display ihrer Opfer die 110 erschei­nen lässt. Mit dem soge­nann­ten „Call ID-​Spoofing” kann jede belie­bige Nummer am Telefon des Opfers ange­zeigt wer­den und so eine fal­sche Identität vortäuschen.

Die Polizei ruft nie mit der Anruferkennung „110” an und nimmt keine Wertsachen vor­sorg­lich in amt­li­che Verwahrung und stellt auch keine Geldforderungen am Telefon

Tipps der „ech­ten Polizei”, um nicht Opfer von Betrügern zu wer­den: Machen Sie am Telefon keine Angaben über Bargeld oder Schmuck in Ihrer Wohnung. Beenden Sie das Gespräch – legen Sie auf! Lassen Sie sich nicht ein­schüch­tern oder drän­gen. Notieren Sie – wenn mög­lich – Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeb­li­chen Polizisten und die Telefonnummer. Rufen Sie anschlie­ßend die Polizei an (02131–3000 oder den Notruf 110) und erstat­ten Sie Anzeige.

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