Rhein-​Kreis Neuss: Jugendamt – Pflegefamilien drin­gend gesucht

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Wenn Kinder oder Jugendliche ein neues Zuhause brau­chen, wird das Kreisjugendamt aktiv. 

Es ver­mit­telt Familien für Kinder, die nicht bei ihren eige­nen Eltern blei­ben kön­nen – zum Beispiel weil diese Suchtprobleme haben oder weil es Gewalt in der Familie gibt. Zurzeit leben 110 Pflegekinder in 92 Pflegefamilien in Kaarst, Meerbusch, Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen. „Wir suchen drin­gend wei­tere neue Pflegefamilien in die­sen Städten und Gemeinden“, betont Kreisjugendamtsleiterin Marion Klein.

Dabei wer­den Familien für zwei unter­schied­li­che Betreuungsformen benö­tigt: Bereitschaftsfamilien, die ins­be­son­dere jün­ge­ren Kindern in Notsituationen ein Zuhause für kurze Zeit geben, und Pflegefamilien für Kinder unter­schied­li­chen Alters für län­gere Zeit oder auf Dauer. „Wer Pflegekinder auf­neh­men will, sollte Freude am Zusammenleben mit Kindern haben sowie Zeit und Geduld sowie Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit mit­brin­gen“, beschreibt Teamleiter Ralf Klahre die Voraussetzungen. Dabei sollte die Pflegefamilie auch bereit sein, die Herkunftsfamilie des Kindes zu akzep­tie­ren und des­sen Kontakte zu den Eltern zu begleiten.

Unterstützung erhal­ten Pflegeeltern von den Experten des Kreisjugendamtes: Interessierte Eltern wer­den in Seminaren auf ihre zukünf­tige Aufgabe vor­be­rei­tet. Sie haben vor und wäh­rend der Aufnahme des Kindes eine feste Ansprechperson im Jugendamt. „Wir schauen nicht nur, ob die for­ma­len Bedingungen erfüllt sind wie Platz zum Spielen und Lernen, son­dern ach­ten auch dar­auf, dass Familie und Pflegekind zuein­an­der pas­sen“, betont Klahre. „Wenn die Familie bereits Kinder hat, wer­den diese natür­lich mit in die Entscheidung einbezogen.“

Er und seine Kollegen haben die Erfahrung gemacht, dass die Aufnahme eines Pflegekindes für viele Familien eine erfül­lende Sache ist. Dabei müs­sen Interessierte, die einem Pflegekind ein neues Zuhause bie­ten wol­len, nicht immer eine Familie im her­kömm­li­chen Sinne sein. Auch nicht ver­hei­ra­tete Paare und Alleinstehende kön­nen ein Kind auf­neh­men. Ein ein­wand­freies poli­zei­li­ches Führungszeugnis und ärzt­li­che Atteste gehö­ren aller­dings zu den Grundvoraussetzungen.

Wer sich ange­spro­chen fühlt, erfährt in den Informationsveranstaltungen der Jugendämter im Rhein-​Kreis Neuss alles Wissenswerte über die Pflegeelternschaft. Die nächste Info-​Veranstaltung fin­det am Mittwoch, 20. September, im Jugendamt Grevenbroich von 17 bis 19 Uhr statt. Interessierte kön­nen sich beim Familienbüro des Rhein-​Kreises Neuss unter Telefon 02161 6104–5160 oder per E‑Mail an familienbuero@rhein-kreis-neuss.de anmel­den. Hier erhal­ten sie auch wei­tere Informationen zur Pflegeelternschaft.

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