Jüchen: Ilse Rübsteck verstorben

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Ilse Rübsteck, gebo­ren in Hochneukirch ist im Alter von 95 ver­stor­ben. Ilse Rübsteck gehörte zu den Überlebenden der Judenverfolgung in der Gemeinde Jüchen durch die Nationalsozialisten. 

Sie ver­brachte ihre Jugend in Hochneukirch und wurde 1941 als Zwangsarbeiterin nach Riga ver­schleppt, wo sie über Jahre hin­weg für die SS und die Wehrmacht arbei­ten musste. Ihre Eltern wur­den beide in Auschwitz ermordet.

Der Tod von Ilse Rübsteck erfüllt die Gemeinde Jüchen mit gro­ßer Trauer. Ich erin­nere mich gerne an die vie­len schö­nen Begegnungen mit Ilse Rübsteck. Obwohl sie in Ahrweiler wohnte, besuchte sie regel­mä­ßig die Gedenkfeiern zur Pogromnacht in unse­rer Gemeinde. Noch im letz­ten Jahr hat sie vor Schülern unse­res Schulzentrums in bewe­gen­den Worten über ihren Leidensweg unter den Nationalsozialisten und über ihre Rückkehr in ihren Heimatort Hochneukirch gespro­chen. Sie tat dies ohne Schuldzuweisungen und immer ver­bun­den mit der Hoffnung, das die jun­gen Leute sich für Frieden und Freiheit in unse­rem Land und in Europa ein­gagie­ren“, so Harald Zillikens. „Für diese Begegnungen bin ich sehr dank­bar. Die Gemeinde Jüchen wird ihr ein ewi­ges Andenken bewahren“.

Eine beson­dere Ehre wurde Ilse Rübsteck, gebo­rene Falkenstein, im Jahre 2012 zu teil. Im Verlauf der jähr­li­chen Gedenkfeier an die Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 ent­hüllte Ilse Rübsteck gemein­sam mit Bürgermeister Harald Zillikens das Straßenschild für die neue Falkensteinstraße in Hochneukirch. Etliche Mitglieder der in Hochneukirch behei­ma­te­ten Großfamilie Falkenstein waren wäh­rend des Holocaust von den Nationalsozialisten ermor­det worden.

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