Betrugsversuche rei­ßen nicht ab – Meerbuscherin fällt nicht auf fal­schen Polizisten herein

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch-​Strümp (ots) – Am Sonntag (13.08.), gegen 22 Uhr, folg­ten Polizeibeamte der Wache Meerbusch dem Hilferuf einer 68-​jährigen Frau aus Strümp. Diese hatte einen betrü­ge­ri­schen Anruf erhalten.

Die Streifenpolizisten ver­merk­ten spä­ter in ihrer Strafanzeige: „Die Melderin wurde von den Beamten befragt. Sie gab an, dass sie um 21:55 Uhr einen ver­däch­ti­gen Telefonanruf erhal­ten habe. Der Anrufer habe sich als Polizeibeamter aus­ge­ge­ben und ihr mit­ge­teilt, dass zwei Straßen wei­ter Einbrecher gefasst wor­den seien, wel­che eine Namensliste mit wei­te­ren Tatopfern mit sich führ­ten. Auf die­ser Liste hätte sich auch ihr Name befunden.

Die Stimme des unbe­kann­ten Tatverdächtigen habe männ­lich und hell geklun­gen. Außerdem habe er akzent­frei Deutsch gespro­chen. Auf Grund der Stimme schätze die Frau den unbe­kann­ten Tatverdächtigen auf ein Alter von circa 30 Jahren.

Die Frau aus Strümp behaup­tete gegen­über dem Anrufer, auf ihren Mann zu war­ten. Daraufhin äußerte der unbe­kannte Tatverdächtige, dass er sich zu einem spä­te­ren Zeitpunkt erneut mel­den würde.”

Die Meerbuscherin schätzte den Anruf rich­ti­ger­weise als Betrugsversuch ein und infor­mierte umge­hend die Polizei. Hierdurch bestä­tigte sich der Verdacht, dass die Geschichte des unbe­kann­ten Anrufers frei erfun­den war. Es gab weder einen aktu­el­len Einbruch in der Nachbarschaft noch eine ent­spre­chende Festnahme von Tätern.

Wäre die 68-​Jährige dem fal­schen Polizisten „auf den Leim gegan­gen”, hätte er ver­mut­lich im Laufe des Gesprächs ange­bo­ten, Wertsachen und Bargeld in „amt­li­che Verwahrung” zu neh­men, um das Hab und Gut vor den angeb­li­chen Einbrechern zu schüt­zen. Nach einer Übergabe an einen Boten, hätte die Geschädigte ihr Eigentum nie wie­der gesehen.

Dem Betrugsphänomen „fal­sche Polizeibeamte am Telefon” kann mit Prävention, das heißt Aufklärung über das Vorgehen der Täter, wirk­sam begeg­net wer­den. Deshalb warnt die Polizei ein­dring­lich: Misstrauen Sie Anrufern, die als angeb­li­che Polizisten oder Staatsanwälte Informationen über ihre Eigentumsverhältnisse erfra­gen und die Herausgabe von Wertgegenständen fordern.

Wenden Sie sich in einem sol­chen Fall unter einer bekann­ten Nummer (02131–3000) oder über den Notruf 110 an die Polizei und schil­dern Sie den Sachverhalt.

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