Rhein-​Kreis Neuss: Wohn- und Teilhabegesetz – Frühere Heimaufsicht legte Tätigkeitsbericht vor

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Belange der Seniorinnen und Senioren sowie der Menschen mit Behinderung sind immer schon ein Thema gewe­sen, dem sich Kreistag und Kreisverwaltung mit Nachdruck gewid­met haben.

Dies kommt auch im neuen Bericht über die viel­fäl­tige Arbeit der Behörde für das Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) zum Ausdruck. Der Rhein-​Kreis Neuss als WTG-​Behörde (frü­her Heimaufsicht) hat die Aufgabe, die Einhaltung der gesetz­li­chen Standards etwa in den Seniorenzentren zu über­prü­fen. „Unser Überblick über die Tätigkeiten 2015 und 2016 steht daher nicht nur für Transparenz, son­dern auch dafür, dass hilfs­be­dürf­tige Menschen bei uns auf eine gute Versorgungsqualität zäh­len kön­nen“, so Kreisdirektor Dirk Brügge.

In den bei­den Berichtsjahren ist eine Vielzahl an Beschwerden bei der WTG-​Behörde ein­ge­gan­gen. Insbesondere die Punkte der man­geln­den Personalausstattung und der feh­ler­haf­ten Personaleinsatzplanung wur­den oft­mals mit Mängeln in der Pflege verknüpft.

Von den Beschwerden im Jahr 2015 waren aber ledig­lich 20 von 45 voll­sta­tio­nä­ren Pflegeeinrichtungen betrof­fen und im Jahr 2016 sogar nur 18 von 46 Häusern. Insgesamt gin­gen in den bei­den Berichtsjahren Beschwerden über 25 von 46 Einrichtungen bei der WTG-​Behörde ein. „Das bedeu­tet, dass uns aus den wei­te­ren 21 Einrichtungen keine nega­ti­ven Feststellungen durch Nutzer, Angehörige oder Mitarbeiter ange­zeigt wor­den sind und alle Beteiligten dort mit der geleis­te­ten Arbeit über­wie­gend zufrie­den waren und auf­ge­tre­tene Probleme im direk­ten Kontakt erör­tert und gelöst wer­den konn­ten“, so Brügge. Häufig han­dele es sich dabei um Einrichtungen, die über Jahre gefes­tigte Strukturen geschaf­fen hät­ten und über Konstanz in der Leitungsebene sowie einen fes­ten Personalstamm verfügten.

Zur Arbeit des Rhein-​Kreises Neuss als WTG-​Behörde gehö­ren unan­ge­mel­dete Routine-​Kontrollen ebenso wie anlass­be­zo­gene Überprüfungen, wobei je nach Bedarf auch unab­hän­gige Sachverständige 
ein­be­zo­gen wer­den. Neben die­sen Instrumenten wird die Beratung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten, der Angehörigen und Betreuer sowie des Einrichtungspersonals und der Betreiber immer wich­ti­ger. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen der Pflegequalität, der bau­li­chen Voraussetzungen oder auch der Mitwirkungsrechte.

Der neue Tätigkeitsbericht der WTG-​Behörde steht jetzt auf der Internetseite www​.rhein​-kreis​-neuss​.de (unter Ämter & Einrichtungen – Sozialamt – Formulare & Publikationen).

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