Riss ent­deckt: Vollsperrung der A40 Rheinbrücke-Neuenkamp

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Duisburg (straßen.nrw). Gestern (2.8., ca. 17 Uhr) muss die A40-​Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg in bei­den Richtungen voll gesperrt wer­den. Das teilt der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-​Westfalen mit. 

Der Grund ist ein Riss in einer Seilverankerung, der wäh­rend der stän­di­gen Überprüfung der Brücke ent­deckt wor­den ist.

Dem Verkehr wird emp­foh­len, die Brücke weit­räu­mig zu umfah­ren, in Richtung Essen über die A57, A42 und A59 bzw. A3, in Richtung Venlo eben­falls über die A59 und A3, dann über die A42 und A57.

Der Verkehr aus Richtung Süden soll die A44 und die A52 nut­zen als Verbindung von der A57 auf die A3.

Expertenrunde umge­hend einberufen

Die Reparaturarbeiten sind bereits ange­lau­fen. Die Dauer der Arbeiten und damit auch die Dauer der Sperrung hän­gen von der wei­te­ren Schadensentwicklung ab, hieß es aus der Expertenrunde von Straßen.NRW, die sofort ein­be­ru­fen wurde. Die Brücke wird lau­fend von Straßen.NRW beob­ach­tet und über­prüft, bis der Neubau rea­li­siert wird.

Zum Hintergrund

Die Rheinbrücke Neuenkamp stammt von 1970. 100.000 Fahrzeuge täg­lich nut­zen die Brücke, davon 10.000 LKW. Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und ‑bau GmbH wurde im Sommer 2014 mit der Planung des Neubaus der Rheinbrücke Neuenkamp beauftragt.

Die Duisburger Rheinbrücke im Verlauf der A40 ist eine so genannte Schrägseilstahlbrücke. Sie ist 777 Meter lang und hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern. Instandsetzungsarbeiten gab es auch schon in den ver­gan­ge­nen Jahren: Die „Fahrbahnübergänge” wur­den 1977 aus­ge­tauscht, und schon zwei­mal, 1996 bis 1998 und 2010 bis 2013, wurde die Fahrbahnplatte wegen auf­ge­tre­te­ner Risse saniert.

Seit eini­gen Jahren hat man auch immer wie­der Schäden in den Querträgern fest­ge­stellt, die regel­mä­ßig geschweißt wur­den. Update (18:17 Uhr) Die letz­ten Abfahrten sind die Anschlussstellen Rheinhausen und Duisburg-​Häfen. Fußgänger und Radfahrer dür­fen die Brücke wei­ter­hin nutzen.

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