Neuss: Franzobel zu Gast beim Literarischen Sommer – 8. August 2017

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – In sei­nem Roman „Das Floß der Medusa” beschäf­tigt sich der öster­rei­chi­sche Autor Franzobel beim Literarischen Sommer am Dienstag, 8. August 2017, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek mit dem his­to­ri­schen Ereignis des Untergangs der Fregatte Medusa. 

Der Eintritt zu der Lesung kos­tet zehn Euro, ermä­ßigt acht Euro. Eine Anmeldung unter www​.lite​ra​ri​scher​-som​mer​.eu ist erwünscht.

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika ent­deckt der Kapitän der „Argus” ein etwa zwan­zig Meter lan­ges Floß. Was er dar­auf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrie­ren: hohle Augen, aus­ge­dörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, ver­brannte Haut vol­ler Wunden und Blasen. Die aus­ge­mer­gel­ten, nack­ten Gestalten sind die letz­ten 15 von ursprüng­lich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Medusa zwei Wochen auf offe­ner See über­lebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wur­den sie ein­fach ausgesetzt.

Diese his­to­risch belegte Geschichte bil­det die Folie für Franzobels epo­cha­len Roman „Das Floß der Medusa”, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens und was bedeu­tet Moral in solch einer Ausnahmesituation? Franzobel, gebo­ren 1967 in Vöcklabruck/​Oberösterreich, ist einer der popu­lärs­ten und pola­ri­sie­rends­ten öster­rei­chi­schen Schriftsteller.

Er erhielt meh­rere Auszeichnungen, dar­un­ter 1995 den Ingeborg-​Bachmann-​Preis und 2002 den ArthurSchnitzler-​Preis. Franzobel lebt und arbei­tet in Wien.

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