Rommerskirchen: Bereitschaftsdienst – Auch nach Büroschluss und am Wochenende stän­dig per Telefon erreichbar

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Bei Feuer wird die 112 und im Notfall die 110 gewählt. Das sind Telefonnummern, die jedes Kind ken­nen sollte. Auch am Wochenende wird Hilfe gebo­ten, wenn die Männer von Polizei und Feuerwehr ihren Dienst tun.

Dagegen ste­hen Beamte von Städten und Gemeinden im Verruf. Ihnen wird unter­stellt, schon wäh­rend der Dienstzeit um den Schlaf zu rin­gen. Dass dies aber nicht zutrifft, zei­gen die Ordnungsbehörden mit ihrem bunt gestreu­ten Geschäftsbereich auf.

In den meis­ten Fällen nimmt der Anrufer mit der Polizei Kontakt auf und denkt, dass diese sich um sein Problem küm­mert. Dem ist aber nicht immer so. Die Polizei hat zunächst einen sichern­den Charakter. Wenn die Polizei eine Gefahr abge­wen­det hat, dann schlägt die Stunde des Ordnungsamtes. Es küm­mert sich um die Frage, wie es wei­ter geht. Dazu hat die Gemeinde Rommerskirchen einen Bereitschaftsdienst ein­ge­rich­tet. Nach Büroschluss und am Wochenende muss ein Beamter stän­dig per Telefon erreich­bar sein. Alarmiert von den Leitstellen der Feuerwehr oder Polizei rückt der Bereitschaftsdiensthabende aus und erar­bei­tet Lösungen für den ent­stan­de­nen Konflikt. Die Aufgaben des Ordnungsamtes sind gesetz­lich fest­ge­schrie­ben. Es küm­mert sich um die Gefahrenabwehr. Dies steht für ein erstaun­lich brei­tes Betätigungsfeld. Die Ordnungskräfte küm­mern sich um ent­fernte Gullydeckel, das Unterbringen von her­ren­lo­sen Tieren in das Tierheim oder das Beseitigen von Kampfmitteln.

In den meis­ten Fällen wird der Bereitschaftsdienst geru­fen, wenn psy­chisch kranke Menschen zwangs­weise ein­ge­wie­sen wer­den müs­sen. Das kann zum einen sein, wenn eine Person mit Selbstmord droht, zum ande­ren aber auch, wenn ein Mensch plötz­lich aggres­siv wird, so dass er eine Gefahr für sich oder andere dar­stellt. Der Beamte vom Dienst muss dann vor Ort in Zusammenarbeit mit einem Arzt ent­schei­den, ob die Person in gesund­heit­lich so schlech­ter Verfassung ist, dass sie in eines der psych­ia­tri­schen Krankenhäuser ein­ge­wie­sen wird.

Diese Entscheidung bedarf aber einer gro­ßen beruf­li­chen Erfahrung. Sieben Beamte tei­len sich die Dienste. Jeweils nach Dienstschluss beginnt frei­tags der Bereitschaftsdienst für eine Woche. Das bedeu­tet aber auch, dass der Feierabend sowie das Wochenende grund­sätz­lich in der Nähe von Rommerskirchen ver­bracht wird. Auf das Feierabendbier muss eben­falls in die­ser Woche ver­zich­tet wer­den. Aber auch der Einsatz unter der Woche ist nicht ange­nehm. Denn wenn der Bereitschaftsdienst nachts aus­rü­cken muss, dann ist für ihn die Nacht zu Ende. Selbst eine kurze Nacht ent­bin­det den Bereitschaftsdienst nicht vom nor­ma­len Dienstgeschäft.

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