VBE: „Richtig“ oder „falsch“ gibt es bei der Spracherwerbmethode nicht

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – „Kinder ler­nen Sprache durch Hören und Nachahmen. Welche Buchstaben hin­ter den gebil­de­ten Lauten ste­hen, wis­sen sie zunächst nicht“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), anläss­lich der Verlautbarung der Schulministerin Yvonne Gebauer auf RP Online. 

Entscheidend ist, Kinder so an die Schriftsprache her­an­zu­füh­ren, dass der Bruch zwi­schen dem Gehörten und Geschriebenen nicht zu groß ist. Dass dies gelingt, dafür sind Grundschullehrkräfte aus­ge­bil­det. Bei allen Kindern gehö­ren Fehler zum Lernen dazu“, so Beckmann weiter.

Das Wesentliche ist, Fehler nicht als Schwäche anzu­se­hen, son­dern als Lernchance zu nut­zen.“ Der Vorwurf, die „Reichen-​Methode“ sei für den Unterricht nicht geeig­net, ist nicht halt­bar. Es gibt viele Schulen, die erfolg­reich basie­rend auf dem Spracherfahrungsansatz in Kombination mit einem sys­te­ma­tisch auf­ge­bau­ten Rechtschreibunterricht arbeiten. 

Das Überstülpen einer bestimm­ten Methode von oben ist nicht ziel­füh­rend. Vielmehr geht es darum, dass sich gut aus­ge­bil­dete Lehrkräfte in den Grundschulen auf der Grundlage der Fachwissenschaften dar­auf ver­stän­di­gen, wel­ches Lehrwerk oder wel­che Methode sie in der ein­zel­nen Schule ein­set­zen wol­len, um ihren Kindern das Lesen- und Schreiben-​Lernen zu ermöglichen.

Beckmann abschlie­ßend: „Wer mehr Selbstständigkeit von Schule will, sollte den Lehrerinnen und Lehrern nicht die Methoden dik­tie­ren, mit denen sie im Unterricht arbeiten.“

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