Dormagen: Umweltscouts erfuh­ren mehr über die Hundesprache

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Dormagen-​Rheinfeld – Können Hunde spre­chen? Klar, dass sie bel­len. Aber in Wahrheit kom­mu­ni­zie­ren sie noch viel stär­ker über ihren Körper und ihr Verhalten mit dem Menschen. 

Das erfuh­ren neun Kinder im Alter zwi­schen acht und zwölf Jahren jetzt bei einem span­nen­den Kurs der Dormagener Umweltscouts. Anke Tobies-​Gerstenberg vom städ­ti­schen Umweltteam orga­ni­sierte die­ses Angebot zusam­men mit der erfah­re­nen Hundehalterin Andrea Nickel aus Rheinfeld und ihrer vier­jäh­ri­gen Mila – einem Labrador-​Pudel-​Mix. Zur Einführung lern­ten die Kinder zunächst eini­ges über die Sinne des Hundes. Er hat bis zu 250 Millionen Riechzellen, der Mensch dage­gen nur zehn Millionen. Deshalb wit­tert der Vierbeiner viele Gerüche, die Herrchen oder Frauchen oft nicht wahr­neh­men können.

Das Gehör funk­tio­niert bei Hunden eben­falls anders als beim Menschen. Sie hören sie zum Beispiel höhere Frequenzen, die ihr zwei­bei­ni­ger Begleiter nicht bemerkt. „Viele Kinder haben auch dar­über geschmun­zelt, dass ein Hund mit Schlappohren nicht so gut wie ein Hund mit Stehohren hören kann“, berich­tet Tobies-Gerstenberg.

Foto: Privat

Nach der Einführung wurde die Kursleiterin Nickel gleich mit Fragen über­häuft, denn die fas­zi­nier­ten Kinder hat­ten über­wie­gend auch einen Hund daheim. Teilweise berich­te­ten sie von erleb­ten Situationen, in denen es auf rich­ti­ges Verhalten beson­ders ankommt. So erzählte Emily, dass ihr in einem Park ein frem­der Hund gefolgt sei und sie schließ­lich aus Angst weg­ge­lau­fen sein. Die Kursleiterin erklärte, dass dies eine schlechte Lösung sei – nicht nur, weil der Hund im Regelfall schnel­ler ist.

Das Wegrennen könne bei den Tieren einen „Nachlaufreflex“ aus­lö­sen, auch wenn die­ser nur spie­le­risch gemeint sein, und durch einen Sturz werde die Situation womög­lich noch ver­schärft. „Stehenbleiben ist bes­ser, auch wenn dies natür­lich Mut erfor­dert“, riet Nickel.

Begeistert waren die Kinder, als sich Mila auf das Kommando „Peng“ tot­stel­len konnte und sich spä­ter sogar über den Rasen rollte. Auch in der Fährtensuche war der kluge Labradoodle unschlag­bar gut und brachte jedes Teil zurück, das die Umweltscouts ver­steckt hat­ten. Zum Schluss ver­ab­schie­dete sich Mila mit Pfötchen von den Mädchen und Jungen. Sie durf­ten dem Hund auch über den locki­gen Kopf strei­cheln, nach­dem sie nun genau wuss­ten, wie die rich­tige Kontaktaufnahme mit einem frem­den Hund aussieht. 

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