Meerbusch: Vielzahl von Betrugsversuchen durch „fal­sche Polizisten” – Mehr als 20 Fälle in drei Stunden

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch (ots) – Bei der Leitstelle der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss stand das Telefon am Sonntagabend (23.07.) nicht still. In meh­re­ren Meerbuscher Stadtteilen hat­ten betrü­ge­ri­sche Anrufe für Unruhe gesorgt.

Zwischen 20:30 und 23:30 Uhr mel­de­ten mehr als 20 Bürgerinnen und Bürger, dass sich bei ihnen angeb­li­che Kriminalbeamte von der Polizei gemel­det hät­ten. Sie behaup­tet, man habe eine Gruppe von Tätern gefasst und bei die­sen eine Liste gefun­den, auf der sich unter ande­rem die Daten der Anschlussinhaber befun­den hätten.

Man würde emp­feh­len, Bargeld und Wertsachen in amt­li­che Verwahrung zu geben, um nicht Opfer einer Verbrecherbande zu wer­den. Ein Bote könne das Hab und Gut abho­len kommen.

Die Anrufe häuf­ten sich beson­ders in Büderich. Hier wur­den ganze Straßenzüge von den Betrügern „abte­le­fo­niert”. Hinweise erhielt die Polizei von meh­re­ren Anschlussinhabern am Rheinpfad, an der Nordstraße, der Gartenstraße sowie der Grabenstraße.

Die anru­fende Nummer endete zum Teil auf „110” und sollte so den Anschein eines offi­zi­el­len Behördenanrufs erwe­cken. Telefonbetrüger nut­zen hier­für eine Computersoftware, die im Display ihrer Opfer die 110 erschei­nen lässt.

Mit dem soge­nann­ten „Call ID-​Spoofing” kann jede belie­bige Nummer am Telefon des Opfers ange­zeigt wer­den und so eine fal­sche Identität vortäuschen.

Glücklicherweise schöpf­ten die Angerufenen in allen bekannt gewor­de­nen Fällen Verdacht, leg­ten auf, wählte den „ech­ten Notruf” (110) und erkun­dig­ten sich bei der „ech­ten Polizei”, ob ein sol­cher Sachverhalt bekannt sei. Dies war nicht der Fall und so wur­den Ermittlungen wegen ver­such­ten Betrugs eingeleitet.

(200 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)