VBE: Moratorium zum Erhalt der Förderschulen kann nur ein ers­ter Schritt sein

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



VBE – Wie im Wahlkampf ver­spro­chen, haben die Regierungsparteien im Landtag heute die Landesregierung auf­ge­for­dert, mehr Förderschulen als bis­her vor der Schließung zu ret­ten – u.a. durch die Aussetzung der Verordnung über die Mindestgrößen.

Den 13 Förderschulen, die zum 1. August schlie­ßen, wird das soge­nannte Moratorium aller­dings nicht mehr hel­fen, da Schulträger bereits alles Notwendige zur Abwicklung ein­ge­lei­tet und keine Schülerinnen und Schüler mehr auf­ge­nom­men haben.

Die Antwort auf die ent­schei­dende Frage, wie das Parallelsystem aus Förderschule und inklu­si­ven Lerngruppen an Regelschulen per­so­nell so unter­füt­tert wer­den soll, dass in bei­den Systemen die glei­che Qualität gesi­chert ist, ist die Landeregierung heute schul­dig geblie­ben”, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Es ergibt wenig Sinn, einen Schließungsaufschub für eine Schule zu errei­chen, die nahezu abge­wi­ckelt ist.

Personalressourcen sind ver­teilt, Versetzungen aus­ge­spro­chen und auch die Schülerinnen und Schüler sind ver­sorgt. Beckmann sagt: „Eine Rolle rück­wärts in die­ser kur­zen Zeit würde mehr Unruhe aus­lö­sen, als Probleme lösen.” Aus Sicht des VBE ist eine zeit­li­che Aussetzung der Mindestgrößenverordnung sinn­voll. Unabhängig davon ist es erfor­der­lich, einen regio­na­len Förderschulentwicklungsplan auf­zu­le­gen. Dieser muss sowohl den Elternwillen wie auch die regio­nale Schulstruktur im Blick haben, ein wohn­ort­na­hes Förderschulangebot sichern und damit den Eltern ein ech­tes Wahlrecht geben.

Für den VBE ist unab­ding­bar, dass der Erhalt der Förderschulen per­so­nell nicht zu Lasten der Regelschulen geht. Beckmann sagt: „Die son­der­päd­ago­gi­schen Lehrkräfte wer­den dort gebraucht, wo die Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf sind. Die Kinder mit Handicap haben den glei­chen qua­li­ta­ti­ven Anspruch auf son­der­päd­ago­gi­sche Förderung, ganz gleich, ob sie sich an einer Förderschule oder einer Regelschule befinden.” 

(39 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)