Kaarst: Eine neue musi­ka­li­sche Freundschaft zwi­schen dem Rheinland und Bayern

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Eine Woche nach der Rückkehr schwär­men die Choristen und Chorleiter Hans-​Michael Dücker noch immer von der Schumann-​Aufführung am 2. Juli in München. 

Ein frei gewor­de­ner Termin hatte über­ra­schend die Gelegenheit gebo­ten, in Sankt Peter, der ältes­ten Münchener Pfarrkirche, im Rahmen des fei­er­li­chen Hochamtes am Sonntag-​Morgen zu sin­gen. Diese Termine sind auf Jahre im Voraus ver­ge­ben. Interessierte Chöre müs­sen sich in Geduld üben – falls sie anhand von ein­zu­rei­chen­den Hörproben über­haupt in die engere Wahl kommen.

Umso grö­ßer waren die Erwartungen des Chores an die Gegebenheiten vor Ort. Belohnt wurde der große Einsatz der Beteiligten durch eine wun­der­bare Akustik und auf­merk­same Zuhörer, wenn auch jeg­li­cher Applaus, bedingt durch den lit­ur­gi­schen Rahmen, aus­blei­ben musste. Das mit­rei­ßende Orgelstück zu beklat­schen, das Professor Stefan Palm zum Auszug spielte, ließ der Chor sich aller­dings nicht nehmen.

Foto: Chorleiter Hans Michael Dücker in Aktion und Organist Professor Stefan Palm an der ein­drucks­vol­len Klais-​Orgel in der Münchener Pfarrkirche St. Peter. Foto: Privat

Türöffner für den Auftritt in München war wohl die Werkauswahl gewe­sen: Als aus dem Rheinland kom­men­des Ensemble wollte der Chor die Missa sacra op. 147 von Robert Schumann sin­gen. „Die trauen sich was“, dach­ten die Münchener offen­bar und kün­dig­ten den Termin über­re­gio­nal, unter ande­rem in der Süddeutschen Zeitung, an. Die sel­ten zu hörende Messe ver­langt den Musizierenden Einiges ab: Schwebende Pianissimo-​Passagen sind mit gro­ßer Intensität zu sin­gen, rhyth­misch ver­zwickte Abschnitte erfor­dern höchste Genauigkeit und prä­zi­ses Zusammenspiel zwi­schen Chor und Organist.

Durch die seit Jahren gepflegte Freundschaft mit Professor Stefan Palm konn­ten die Kaarster aller­dings den denk­bar bes­ten Begleiter mit­brin­gen. Tatsächlich ver­langt die Orgelfassung der Messe nach einem tech­nisch ver­sier­ten und rhyth­misch nahezu uner­schüt­ter­li­chen Musiker, eine Aufgabe ganz nach dem Herzen des Ausnahmeorganisten.

Getragen von der fan­tas­ti­schen Akustik und der sou­ve­rä­nen Orgelbegleitung gelan­gen dem Chor trotz der frü­hen Stunde auch die anspruchs­volls­ten Stellen mühe­los. Dabei war die Nacht nach einem Abend im „Franziskaner“-Brauhaus nicht beson­ders lang gewe­sen. Bei einem zünf­ti­gen München-​Besuch gehö­ren einige Maß Bier und herz­haf­tes Brauhaus-​Essen schließ­lich dazu.

(33 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)