Neuss: Geschichtswettbewerb – Drei Neusserinnen unter den Landes-Preisträgern

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Neuss – Drei Neusserinnen befin­den sich unter den Landes-​Preisträgern des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten zum Thema „Glaube und die Welt – Religion macht Geschichte“. 

Ich gra­tu­liere den Preisträgerinnen ganz herz­lich im Namen der Stadt“, sagt Archivleiter Dr. Jens Metzdorf. „Das Stadtarchiv Neuss unter­stützt den Wettbewerb und die Neusser Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit rund 15 Jahren.“ Es öffne die Türen, die Umsetzung der Arbeiten erfolge zu Hause.

Amanda Steinmetz vom Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg, Klasse 9, konnte die Landesjuroren mit einem fik­ti­ven Tagebuch zur berühm­ten Silvesterpredigt von Josef Kardinal Frings 1946 über­zeu­gen. Entschieden hat sich Steinmetz für das Tagebuch auf­grund der außer­ge­wöhn­li­chen Perspektive, sich in Kardinal Frings hin­ein­ver­set­zen zu müssen.

(v.l.) Dr. Annekatrin Schaller, Mitarbeiterin des Stadtarchivs für Historische Bildungsarbeit, Amanda Steinmetz (Gymnasium Marienberg), Jennifer Stadtfelder (Realschule Holzheim), Henrike Edler (Gymnasium Marienberg) und Archivleiter Dr. Jens Metzdorf. Foto: Stadt

Die zweite Preisträgerarbeit von Henrike Edler (Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg, Klasse 10) und Jennifer Stadtfelder (Realschule Holzheim, Klasse 10) ent­stand in Gemeinschaft und behan­delt die Judenverfolgung in Neuss wäh­rend der NS Zeit. Die Schwierigkeit bei die­ser Arbeit war, das große Thema auf eine Fragestellung zu kon­kre­ti­sie­ren und auf Neuss herunterzubrechen.

Der größte deut­sche Geschichtswettbewerb, der alle zwei Jahre statt­fin­det, för­dert das his­to­ri­sche Forschen von Kindern und Jugendlichen vor Ort. Die Preise wur­den in die­sem Jahr am Montag, 3. Juli 2017, im Haus der Geschichte in Bonn von der Körber-​Stiftung verliehen.

Förderpreise gewan­nen außer­dem Jennifer Pesch, Carl Wachter, Laura Bauer vom Gymnasium Norf, die „Die Hexenverfolgung in Neuss“ zum Thema hat­ten. Insgesamt wur­den sechs Arbeiten aus Neuss ein­ge­reicht. „Ich ziehe mei­nen Hut vor der Belastung, die die Schülerinnen und Schüler neben der Schule auf sich neh­men,“ sagt Dr. Annekatrin Schaller, Mitarbeiterin des Stadtarchivs für Historische Bildungsarbeit.

Zu Ende ist der Wettbewerb noch nicht: Die Plätze eins bis drei auf Bundesebene ste­hen noch aus. Über 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bun­des­weit teilgenommen.

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