Dormagen: Salvatorschule ist die umwelt­freund­lichste Grundschule

Dormagen – Die Salvatorschule in Nievenheim ist die Dormagener „Umweltschule 2017“. „An der Begeisterung, mit der sich die Kinder hier für den Klimaschutz und einen schonenden Umgang mit allen natürlichen Ressourcen einsetzen, können sich viele Erwachsene ein Vorbild nehmen“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld bei der Siegerehrung des neuen städtischen Grundschulwettbewerbs.

Kinder und Lehrer der Salvatorschule freuen sich. Foto: Stadt

Fünf Schulen hatten sich daran auf Initiative des Umweltteams beteiligt. Die Salvatorschule konnte die meisten Punkte sammeln. So gibt es dort „Strom-Checker“ in allen Klassen. Das Kinder, die regelmäßig nachschauen, ob alle elektrischen Geräte beim Verlassen der Räume ausgesteckt sind. Auf den Lichtschaltern in der Schule befinden sich Aufforderungen zum Ausschalten. „Wir haben die Stromverbräuche gemeinsam mit den Kindern gemessen, damit sie wissen, wie viel Energie jedes einzelne Gerät benötigt“, berichtete Schulleiterin Gabriele Neu. Auch die Temperatur in den Klassenräumen wird täglich überprüft, um überflüssiges Heizen zu vermeiden.

Darüber hinaus sammeln die Grundschüler im Rahmen von Hilfsprojekten fleißig Kunststoffdeckel und alte Schuhe zur Wiederverwertung. In sämtlichen Klassenräumen befinden sich getrennte Abfalleimer für Restmüll und Wertstoffe. Um die Sauberkeit kümmern sich überall Klassendienste und ein Hofdienst der dritten Jahrgangstufe. Ein weiterer Bestandteil des schulinternen Umweltschutzprogramms: In der OGS wird das Essen bewusst mit saisonalen Waren zubereitet. „Unsere Kinder haben auch einen Koch-Führerschein gemacht, damit sie ein Gefühl für selbst hergestellte Speisen bekommen und nicht auf Fastfood oder Fertiggerichte zurückgreifen“, so die Schulleiterin. „Das Gesamtkonzept der Schule hat in seiner Vielfalt und pädagogischen Durchdachtheit die Jury überzeugt“, resümierte Anke Tobies-Gerstenberg vom städtischen Umweltteam.

Den zweiten Platz teilten sich bei dem Umweltwettbewerb punktgleich die Rheinfelder Regenbogenschule und die Straberger Schule am Kronenpützchen. Platz drei ging an die Friedensschule in Gohr und Nievenheim. Ebenfalls mit dabei war die Tannenbuschschule in Delhoven.

„Alle teilnehmenden Schulen haben in dem Wettbewerb ein Engagement gezeigt, das als vorbildlich zu bewerten ist“, sagte Bürgermeister Lierenfeld. So ging am Ende auch keine Schule leer aus. Für alle Teilnehmer gab es ein Preisgeld zwischen 300 und 600 Euro. Im nächsten Jahr soll der Umweltwettbewerb nach dem erfolgreichen Auftakt fortgeführt werden.

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