Meerbusch: Freiwilligen Feuerwehr – Halbjahresbilanz der Einsätze

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Im ers­ten Halbjahr 2016 kam es in Meerbusch zu ins­ge­samt 270 Feuerwehreinsätzen, und damit zu rund 10% mehr als im ver­gleich­ba­ren Vorjahreszeitraum. 

Diese Einsätze ver­tei­len sich sta­tis­tisch auf 50% Technische Hilfeleistungen, 20% Brandeinsätze und 30% Fehlalarme, wobei dies nicht bedeu­tet, dass in 30% der Alarmierungen diese aus böser Absicht erfolgte. Häufig mel­dete eine Brandmeldeanlage einen Brand, der sich dann als tech­ni­scher Defekt in der Anlage dar­stellte, oder die Situation stellte sich nach Eintreffen der Feuerwehr als weni­ger gefähr­lich her­aus, als zunächst angenommen.

Insgesamt war die Feuerwehr Meerbusch in 2017 bis­lang bereits 183 Stunden im Einsatz, jeder Einsatz dau­erte im Schnitt 41 Minuten und for­derte 14 Kameraden.

Stets wird die Statistik von den Kameraden der Feuerwache ange­führt, die durch die Übernahme von klei­ne­ren Einsätzen im Tagesbereich sowie die Besetzung einer Drehleiter im 24-​Stunden-​Dienst natür­lich auch mit 169 Alarmierungen das höchste Einsatzaufkommen haben. Gefolgt wird die Wache vom Löschzug Büderich mit 73 Einsätzen, gefolgt von den Löschzügen Lank, Osterath und Strümp mit 62, 52 und 24 Einsätzen. Die Einheiten aus Bösinghoven, Nierst und Langst-​Kierst kom­men in 2017 bis­lang auf 10, 14 bzw. 15 Alarmierungen.

Zu den grö­ße­ren Einsätzen zählte dabei ein Kellerbrand am 30.01. auf der Düsseldorfer Straße in Büderich. Bei Eintreffen der bei­den alar­mier­ten Löschzüge drang schwar­zer Qualm aus dem Flur eines Mehrfamilienhauses. Vier Personen befan­den sich zu die­sem Zeitpunkt auf ihren Balkonen. Während ein Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Keller vor­ging, wur­den die vier Hausbewohner über die Drehleiter in Sicherheit gebracht und anschlie­ßend vom Rettungsdienst behan­delt. Ihnen war der Fluchtweg über das Treppenhaus durch Qualm versperrt.

Zu einem wei­te­ren Wohngebäudebrand kam es am 18.06. in Ilverich, an einem 2 1/​2‑geschossigen Wohnhaus hatte der Dachstuhl Feuer gefan­gen. Durch den schnelle Einsatz von 2 Trupps im Innenangriff unter Atemschutz konnte der Brand auf den betrof­fe­nen Bereich im Dachgeschoss begrenzt wer­den. Alle Hausbewohner hat­ten bereits vor Eintreffen der Feuerwehr das Gebäude unver­letzt ver­las­sen. Im Verlauf des Einsatzes wurde zwei wei­tere Strahlrohre von außen vor­ge­nom­men um das Dach zu küh­len, dar­über hin­aus war es erfor­der­lich, die Dacheindeckung teil­weise zu ent­fer­nen um ver­steckte Glutnester zu erreichen.

Glimpflich ver­lief der Durchzugs des Orkantiefs „Thomas” am 24.02., im Stadtgebiet Meerbusch kamm es zu ledig­lich 7 unwet­ter­be­ding­ten Einsätzen.

Im Bereich der tech­ni­schen Hilfe sind es natür­lich immer wie­der Verkehrsunfälle auf den anlie­gen­den Autobahnen, wel­che die Hilfe der Feuerwehr erfor­der­lich machen.

Großes Glück hatte am 22.02. gegen 21:15 der Fahrer eines Kleinwagens, der auf der A57, Fahrtrichtung Köln, im Autobahnkreuz Meerbusch die Kontrolle über sein Fahrzeug ver­lor, mehr­fach in die Leitplanken ein­schlug und schließ­lich auf dem lin­ken Fahrstreifen und auf der Seite lie­gend zum Stillstand kam. Den ein­tref­fen­den Einsatzkräften bot sich eine Trümmerspur über meh­rere hun­dert Meter, jedoch konnte der Fahrer sein Fahrzeug nahezu unver­letzt verlassen.

Dies gilt auch für einen LKW-​Fahrer, der am 23.03. die Leitplanke der A44 durch­brach und in der Böschung hän­gen­blieb. Obwohl das Fahrerhaus durch den Anprall von Bäumen erheb­lich in Mitleidenschaft gezo­gen wurde, trug der Fahrer keine erns­te­ren Verletzungen davon.

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