Dormagen: „Unser Dorf hat Zukunft“ – Straberg gewinnt Wettbewerb

Dormagen-Straberg – Der grandiose Auftritt der Straberger bei dem Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" hat bei der Bewertungskommission Wirkung gezeigt.

Gegen 15 Uhr gab die Kommission ihr Urteil bekannt und kürte das Walddorf und Hülchrath (Grevenbroich) als Sieger des 26. kreisweiten Wettbewerbs. Bei diesem bewarben sich insgesamt 20 Dörfer aus sieben Kommunen um das mit 1 500 Euro dotierte Preisgeld und den begehrten Titel. Seit langem war mit der Straberger Teilnahme wieder ein Ort aus Dormagen vertreten.

 „Ziel des Wettbewerbs ist, die Dorfgemeinschaft zu ermuntern, Chancen zu erkennen und die Zukunft ihres Dorfes aktiv in die eigenen Hände zu nehmen“, erklärt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den vom Kreis organisierten Wettbewerb. Volker Große vom Amt für Entwicklung und Landschaftsplanung des Rhein-Kreises Neuss organisierte die Bereisungen und ist selbst Jurymitglied: „Der Dorfwettbewerb ist keine Blumenschau, sondern die Jury bewertet Kriterien wie ‚soziales und kulturelles Leben‘ und ‚Baugestaltung und Entwicklung‘.“

Straberg, Foto Bernd Tinnefeld

Unter der Regie von Manfred Steiner war die Bewerbung in Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachbereich für Bürger- und Ratsangelegenheiten und allen Straberger Ortsvereinen vorbereitet worden. So wurde die Bewertungskommission auf einem Karnevalswagen durch den Ort gefahren und überall standen Bewohner und winkten oder Vertreter der Vereine vor Ort stiegen an verschiedenen Stationen bei der Rundfahrt zu und erläuterten ihre Arbeit.

Bürgermeister Erik Lierenfeld war erfreut über das Ergebnis. "Die Dorfgemeinschaft stand geschlossen hinter dieser Initiative, die wir gerne unterstützt haben. Das hat sich für das Walddorf ausgezahlt. Die Straberger haben den Sieg verdient nach Hause gebracht.“

Der alle drei Jahre stattfindende Wettbewerb ist eine Art Vorentscheidung für den Landeswettbewerb 2018, dem 2019 der Bundeswettbewerb folgt. Der Wettbewerb lebt vom Handeln der Bürger, von gemeinschaftlichen Perspektiven und Ideen für das Dorf und die Region. Die leicht geänderten Wettbewerbsrichtlinien erlauben im diesjährigen Kreiswettbewerb erstmals zwei Kreissieger zum Landeswettbewerb 2018 zu melden.

Zu einer kleinen Siegesfeier mit dem Bürgermeister wurde in das Walddorf einladen. Diese fand in der Gaststätte "Zum Alten Ulan" am Mühlenbuschweg statt. Hier konnte mit Freibier angestoßen werden. Belegte Brötchen schafften eine Grundlage für den Gerstensaft.

Margret Steiner freute sich besonders über die Anerkennung und die Platzierung von Straberg. "Wir haben keine Schloss wie Hülchrath, konnten aber mit viel Fleiß und Engagement punkten." so die rüstige Seniorin, die sich nicht nur für ein zukunftsgerichtetes Straberg einsetzt, sondern ebenfalls im Förderverein Jugend- & Sozialarbeit Straberg e.V. und dem Seniorenbeirat der Stadt aktiv ist.

Feierten die "Zukunft von Straberg", Bürgermeister Erik Lierenfeld (mittig), Margret Steiner (2. re. neben BM) und Teile der Dorfgemeinschaft.

Aus der Begründung der 8-köpfigen Jury:

Kreissieger Straberg punktete bei der Bewertungskommission ebenfalls mit einem vielfältigen und engagierten Vereinsleben in der Dorfgemeinschaft.

Überzeugt haben außerdem die Erhaltung des Gemeindehauses „Alfred Delp Haus" durch den Förderverein, die gute Integration von Neubürgern in die Dorfgemeinschaft, die Herstellung des neuen Waldstadions mit Hilfe von Spendengeldern und Eigenleistung, die beispielhafte Jugendarbeit der Vereine - insbesondere des Fördervereins Jugend und Sozialarbeit Straberg -, die vielfältigen Aktivitäten der Fördervereine „Schule am Kronenpützchen" und „Straberger Pänz", die hervorragende Arbeit der Sportvereine, insbesondere des FC Straberg, das Engagement des NABU Dormagen und der Waldjugend für die Naturschutzarbeit und Naturbildung, die herausragenden Aktivitäten der St. Hubertus Schützenbruderschaft für die Brauchtumspflege und die gelebte Kameradschaft der Feuerwehr Straberg.

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