Dormagen: Ehrenamtliches Team im Welcome-​Center sucht Verstärkung

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Dormagen-​Horrem – „Zahnbürste – das schreibt man mit h“, erklärt Veronika Höhne betont ruhig und freund­lich. Im städ­ti­schen Welcome-​Center an der Kieler Straße geht sie gerade mit Flüchtlingskindern aus der zwei­ten und drit­ten Grundschulklasse die Hausaufgaben durch.

Ins Klappdiktat haben sich klei­nere Fehler ein­ge­schli­chen. „Mit Mathe haben die meis­ten Kinder dage­gen keine Schwierigkeiten. Die Zahlen sind über­all gleich“, sagt die enga­gierte Zonserin. Sie ist eine von sie­ben ehren­amt­li­chen Helferinnen und Helfern, die regel­mä­ßig in der Einrichtung arbei­ten. Wie in ande­ren Unterkünften gibt es hier ein „Café Grenzenlos“, das Begegnung för­dern und die Neuankömmlinge beim Einleben unter­stüt­zen soll. Dazu gehö­ren auch Hausaufgabenhilfen für die Kinder. Jeden Dienstag und Donnerstag wer­den sie von dem Team der Freiwilligen ange­bo­ten. „Es ist beein­dru­ckend, was die Ehrenamtlichen leis­ten“, stellt der städ­ti­sche Fachbereichsleiter für Integration, Volker Lewerenz, fest.

Koordiniert wird das „Café Grenzenlos“ von dem Delhovener Curt Schaefer. „Angefangen haben wir mit unse­rer Arbeit in der Kleiderkammer, die im September 2015 in der Flüchtlingsunterkunft Am Wäldchen ein­ge­rich­tet wurde“, erzählt er. Damals war die Hilfsbereitschaft bei der ers­ten Welle der Flüchtlingsankünfte all­ge­mein in der Bevölkerung sehr groß. Der 65-​Jährige gehört zu den Ehrenamtlichen, die auch nach dem Abebben der anfäng­li­chen Begeisterung wei­ter­ge­macht haben. „Wenn ich irgendwo fremd wäre, würde ich mich auch rie­sig freuen, wenn mir jemand unter die Arme grei­fen würde“, ist er nach wie vor über­zeugt. „Die Arbeit mit den Flüchtlingen gibt mir aber auch selbst Befriedigung, weil ich gebraucht werde und hier immer noch dazu lerne“, sagt er.

In dem frei­wil­li­gen Betreuungsteam sind auch Anita Sämmer, Birgit Welter, Maria Weber-​Nesseler, Veronika Riediger und Karla Schaefer, die Ehefrau des Koordinators, aktiv. Sie bemü­hen sich, den Flüchtlingen schon mög­lichst früh nach der Ankunft die ers­ten deut­schen Vokabeln zu ver­mit­teln und hel­fen ihnen, sich im deut­schen Alltag zu ori­en­tie­ren. Auch eine sinn­volle Beschäftigung der Unterkunftsbewohner liegt dem Team am Herzen. „Gerne wür­den wir zum Beispiel wie­der einen Nähkurs anbie­ten. Wir haben dafür Maschinen, aber im Augenblick feh­len uns die per­so­nel­len Kapazitäten“, sagt Schaefer.

Er hofft des­halb, dass sich auch in der heu­ti­gen Stimmungslage noch ein­mal wei­tere Dormagener bereit­fin­den, in dem Team mit­zu­ar­bei­ten. „Alle Helfer sind bei ihrer Arbeit ver­si­chert. Es gibt zudem die Möglichkeit, sich unter­ein­an­der aus­zu­tau­schen und bei allen Fragen ste­hen wir gern zur Verfügung“, sagt Michael Lehnen vom Fachbereich Integration als Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen. Wer sich vor­stel­len könnte, in der Flüchtlingshilfe mit­zu­wir­ken, kann sich gern an ihn wenden.

Auch für viel­fäl­tige andere Aufgaben suchen wir noch Freiwillige“, so Lehnen. Info tele­fo­nisch unter 02133/257–645 oder per E‑Mail an michael.lehnen@stadt-dormagen.de.

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