Rhein-​Kreis Neuss: Kreis will Qualitätskriterien für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren entwickeln

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Kreisjugendhilfeausschuss hat die Verwaltung beauf­tragt, Qualitätsstandards für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Tagesstätten und Tagespflege zu erarbeiten.

Dabei sol­len das Gesundheitsamt, die Gesundheitskonferenz und Fachleute aus den Jugendamtsbezirken ein­ge­bun­den wer­den. Zudem wird es eine Kooperation mit der Hochschule Niederrhein geben, die für wis­sen­schaft­li­che Unterstützung sorgt.

Durch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren hat sich das Anforderungsprofil an die Tätigkeit der Erzieherinnen enorm gewan­delt. Die Bedürfnislage eines ein­jäh­ri­gen Kindes ist in kei­ner Weise mit der eines fünf­jäh­ri­gen zu ver­glei­chen“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Der zustän­dige Dezernent Tillmann Lonnes schlägt in die glei­che Kerbe: „Mit dem Einzug von Kindern unter drei Jahren ist in den Tageseinrichtungen eine neue Generation ange­kom­men, die ange­mes­sen geför­dert wer­den muss. Und dazu bedarf es kla­rer Rahmenbedingungen und Standards.“

Aus die­sem Grund hat sich auf Initiative von Gesundheitsamt und Jugendamt des Rhein-​Kreises Neuss eine Arbeitsgemeinschaft gebil­det, die sich zum Ziel gesetzt hat, sol­che Standards zu for­mu­lie­ren. „Es soll eine Informations‑, Arbeits- und Orientierungshilfe geschaf­fen wer­den für das Personal in Tageseinrichtungen und Tagespflege und deren Träger sowie für Politik und Verwaltung“, erklärt Jugendamtsleiterin Marion Klein. Professor Dr. Christina Jasmund von der Hochschule Niederrhein hat das wis­sen­schaft­li­che Projektangebot dazu unter­brei­tet. Es reicht von einer Studie über die Qualitätskriterien bis zur Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer Tagung.

Der soge­nannte U3-​Ausbau in den Jugendamtsbezirken im Rhein-​Kreis Neuss ist ins­be­son­dere seit dem Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes im Jahr 2008 enorm vor­an­ge­trie­ben wor­den. Im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamts wur­den ins­ge­samt 492 Plätze für Jungen und Mädchen unter drei Jahren in Tageseinrichtungen sowie 180 Plätze in der Tagespflege geschaf­fen. Der U3-​Ausbau scheint damit jedoch noch nicht abge­schlos­sen zu sein, denn immer mehr Eltern for­dern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht voll­endet haben.

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