Neuss: SPD will Urnenwände prü­fen lassen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die Neusser SPD will eine auf Neusser Friedhöfen neue Art der Bestattung ermög­li­chen. Die Sozialdemokraten inter­es­sie­ren sich für Urnenwände, soge­nannte Kolumbarien. 

Darin sind ver­schließ­bare Fächer ein­ge­las­sen, in die Urnen ein­ge­stellt wer­den kön­nen. „Immer mehr Menschen wün­schen eine Feuerbestattung und wol­len ihren Angehörigen mög­lichst wenig zur Last fal­len“, erklärt Michael Ziege, der umwelt­po­li­ti­sche Sprecher der SPD. Diese Anforderungen „Ob einem diese ver­än­derte Trauerkultur gefällt oder nicht ist im Grund egal: Der Friedhof soll für die Menschen da sein“, fin­det Ziege.

Deshalb haben die Sozialdemokraten im heu­ti­gen Umweltausschuss einen ent­spre­chen­den Antrag gestellt. Darin wer­den die städ­ti­schen Friedhöfe gebe­ten, die Einrichtung eines Kolumbariums zu prü­fen. Eine erste Einschätzung soll dem Ausschuss nach der Sommerpause vor­ge­legt werden.

Kolumbarien bie­ten eine neue Art der Beisetzung und erwei­tern das Angebot an Grabstätten ohne Pflegeaufwand. In vie­len Städten erfah­ren Kolumbarien wach­sen­den Zuspruch. „Diese starke Nachfrage sollte auch hier in Neuss bei der Planung unse­rer Friedhöfe berück­sich­tigt wer­den“, sagt Michael Ziege. Urnenwände könn­ten eine har­mo­ni­sche Einheit mit dem bestehen­den Erscheinungsbild ein­ge­hen und sich ange­mes­sen in die Gesamtstruktur des Friedhofs einfügen.

Nach einem SPD-​Antrag im Jahr 2006 hat die Verwaltung noch keine Notwendigkeit zur Einführung von Kolumbarien gese­hen. „Seitdem haben viele Friedhöfe in der Umgebung diese Bestattungsform neu in ihr Angebot auf­ge­nom­men“, sagt Ziege. Auch die Stadt Düsseldorf hat jüngst die Einrichtung von bis zu zwei Urnenwänden beschlos­sen, nach­dem es in Grevenbroich-​Gustorf seit Ende des ver­gan­ge­nen Jahres eines gibt. „Die Neusser soll­ten auch beim Thema Bestattung die glei­chen Möglichkeiten haben, wie die Menschen in den Nachbarstädten“, sagt Michael Ziege.

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