Vorgehen gegen Falschparker: Rheinbahn ver­teilt zukünf­tig „Knöllchen“

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Robert Schilken, Herausgeber



Rheinbahn – „Nur mal kurz eben beim Bäcker rein, dau­ert ja nur zwei Minuten…“ – Blöd nur, wenn genau in die­sen zwei Minuten die Straßenbahn kommt und am Zweite-​Reihe-​Parker nicht mehr vor­bei passt. Verspätungen, Rückstau, ver­är­gerte Fahrgäste und ein für meh­rere Stunden durch­ein­an­der­ge­wor­fe­ner Fahrplan sind das ärger­li­che Resultat.

Um stren­ger gegen das rück­sichts­lose Falschparken vor­zu­ge­hen, das nicht nur unsere Busse und Bahnen, son­dern auch unsere Fahrgäste behin­dert, ver­teilt der Verkehrsdienst der Rheinbahn ab Donnerstag, 15. Juni, auch Strafzettel. Somit kann die Rheinbahn ver­bots­wid­ri­ges Parken dem Ordnungsamt Düsseldorf mel­den, das dar­auf­hin dem Fahrzeughalter einen Bußgeldbescheid schickt.

Wichtig ist: Das „Knöllchen“ ver­tei­len die Mitarbeiter des Verkehrsdienstes, wenn das fal­sche Parken Fahrgäste und Fahrzeuge nicht akut behin­dert. Steht das Auto so, dass Busse oder Bahnen nicht mehr wei­ter­fah­ren kön­nen oder Fahrgäste extrem behin­dert wer­den, dann wird der Verkehrsdienst der Rheinbahn in jedem Fall wei­ter­hin Abschleppungen einleiten.

Mehr Handlungsspielraum gegen rück­sichts­lose Falschparker

Oft hat unser Verkehrsdienst das Problem, dass die Halter zurück am Auto sind, bevor der Abschleppdienst infor­miert ist – und dann unge­scho­ren davon­kom­men. Diese Situation ist für die Rheinbahn und ihre Fahrgäste genauso unbe­frie­di­gend, wie wenn das fal­sche Parken nicht schlimm genug war, um abschlep­pen zu las­sen – also nicht verhältnismäßig.

Zum Beispiel, weil der Autofahrer so ungüns­tig geparkt hat, dass die Bahn zwar daran vor­bei kommt, der Fahrer aber ganz lang­sam fah­ren muss. Dann konnte der Verkehrsdienst in der Vergangenheit nichts unter­neh­men, aber die Verspätung hat­ten Busse und Bahnen drin. Das ändert sich jetzt.

Denn mit der Möglichkeit, zukünf­tig auch Ordnungswidrigkeiten zu erfas­sen – also Knöllchen zu schrei­ben – kön­nen wir genau in der Grauzone zwi­schen „Abschleppmaßnahme“ und „nicht ver­hält­nis­mä­ßig“ tätig wer­den und den Falschparkern ein deut­li­ches Zeichen geben.

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