Jüchen: Ausstellung „Reformatorinnen seit 1517“

Jüchen – Vom  9. - 11. Juni gastierte im Innenhof der Evgl. Hofkirche eine Wanderausstellung über Reformatorinnen. Die Ausstellung erfolgte auf Initiative der beiden Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Jüchen, Silke Rafaneli und Ursula Schmitz, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde.

Zu sehen waren 8 Holzfiguren in Lebensgröße sowie18 Roll-Ups, die über die Biografien der Frauen berichteten, die viel Mut, Kreativität und Innovationspotenzial aufbrachten, um die Kirche zu reformieren.

Foto v.l.n.r.: Silke Rafaneli, Ursula Schmitz, Horst Porkolab, Patricia Heeck. Foto: Gemeinde

Anhand von Audiogeräten oder QR-Codes konnten gesprochene Texte über das Leben und Wirken der Reformatorinnen gehört werden. Die Reformation ging nicht nur von Martin Luther aus, sondern auch von vielen starken Frauen der damaligen Zeit.

Sie beeinflussten maßgeblich die Verwirklichung der Reformation auf ihre eigene Weise, z. B. Argula von Grumbach durch die Herausgabe von Flugschriften, Elisabeth von Cruciger als Liederdichterin, Elisabeth von Calenberg-Göttigen als Fürstin oder Katharina von Bora als  Ehefrau von Martin Luther. Die Frauen blieben jedoch nicht nur stumme Zuschauerinnen, sondern beteiligten sich aktiv an der Diskussion um die neue Lehre.

Allerdings mussten sie sich etlichen Anfeindungen, Auseinandersetzungen und auch Spott stellen, da man zu dieser Zeit einer Frau nicht zutraute, die Bibel richtig zu deuten.

Um das Interesse auf diese Frauen zu richten, die durch ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit zur Reformation beigetragen haben, hat die Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland diese bedeutsame Wanderausstellung konzipiert, die bereits für das ganze Jahr ausgebucht ist.

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