Jüchen: Ausstellung „Reformatorinnen seit 1517“

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Vom 9. – 11. Juni gas­tierte im Innenhof der Evgl. Hofkirche eine Wanderausstellung über Reformatorinnen. Die Ausstellung erfolgte auf Initiative der bei­den Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Jüchen, Silke Rafaneli und Ursula Schmitz, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde.

Zu sehen waren 8 Holzfiguren in Lebensgröße sowie18 Roll-​Ups, die über die Biografien der Frauen berich­te­ten, die viel Mut, Kreativität und Innovationspotenzial auf­brach­ten, um die Kirche zu reformieren.

Foto v.l.n.r.: Silke Rafaneli, Ursula Schmitz, Horst Porkolab, Patricia Heeck. Foto: Gemeinde

Anhand von Audiogeräten oder QR-​Codes konn­ten gespro­chene Texte über das Leben und Wirken der Reformatorinnen gehört wer­den. Die Reformation ging nicht nur von Martin Luther aus, son­dern auch von vie­len star­ken Frauen der dama­li­gen Zeit.

Sie beein­fluss­ten maß­geb­lich die Verwirklichung der Reformation auf ihre eigene Weise, z. B. Argula von Grumbach durch die Herausgabe von Flugschriften, Elisabeth von Cruciger als Liederdichterin, Elisabeth von Calenberg-​Göttigen als Fürstin oder Katharina von Bora als Ehefrau von Martin Luther. Die Frauen blie­ben jedoch nicht nur stumme Zuschauerinnen, son­dern betei­lig­ten sich aktiv an der Diskussion um die neue Lehre.

Allerdings muss­ten sie sich etli­chen Anfeindungen, Auseinandersetzungen und auch Spott stel­len, da man zu die­ser Zeit einer Frau nicht zutraute, die Bibel rich­tig zu deuten.

Um das Interesse auf diese Frauen zu rich­ten, die durch ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit zur Reformation bei­getra­gen haben, hat die Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland diese bedeut­same Wanderausstellung kon­zi­piert, die bereits für das ganze Jahr aus­ge­bucht ist.

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